Der Wispertalsteig im Taunus

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_4bdbdDer Wispertalsteig ist der Erste der mittlerweile über 12 Wisper Trails im Taunus, der offiziell ausgewiesen war.

Er verläuft im Taunus von Espenschied durch das Herzbachtal, am Saurierfelsen vorbei, an der Sauerquelle vorbei und durch tolle Wiesen und Täler. Er bietet phantastische Weitblicke, und niedliche kleine enge Pfade. Auf 14,6km erlebt man die Schönheit des Taunus mit all seiner Natur und seiner Schroffheit.

Folgt mir auf meiner Wanderung über den ersten erschlossenen Wisper Trail.

Gestartet wird die Tour in Espenschied mitten im Taunus. Hier befindet sich ein sauberer und großer Wanderparkplatz, direkt neben dem Friedhof und der Ortskirche. Hier wurde sogar an eine Toilette gedacht. Seit kurzem ist hier sogar ein kleiner Imbisswagen, an dem man Bratwurst und Getränke erhält (wahrscheinlich nur temporär im Sommer und an Wochenenden)

Der Weg geht vom Parkplatz erst einmal leicht bergauf in Richtung Norden, um dann über wunderschöne grüne, saftige Wiesen leicht abschüssig auf einem Feldweg ins Tal hinab zu führen.

Wenn man das Tal durchquert hat, geht es auf einem kleinen Waldweg wieder nach oben, dieser Waldweg biegt links über Treppenstufen auf einen kleinen Steig ab und wenig später komme ich an einen wunderschönen Aussichtspunkt, bei dem man einen tollen Fernblick über den Taunus in Richtung Rheinebene hat. Von hier aus geht es für mich weiter bergab am Waldrand entlang, immer zwischen Wiesen und Laubwald. Nach einigen Metern biegt der Weg rechts in den Wald hinein.

Heute ist es extrem matschig, denn bis vor Kurzem hat es noch geregnet, dadurch sehe ich schon wieder aus wie aus dem ‚Matsch‘ gepellt. Nach wenigen Metern geht es von dem Waldweg links ab auf einen kleinen Waldpfad ab. Ich laufe nun in Richtung Südwesten. Das sollte schon der Weg sein, der zum Saurier-Felsen führt. Allerdings wird man nach diesem kleinen Waldpfad auf einen weiteren Forstweg geleitet, den man erst einmal weiter folgen muss.

Auch hier ist die Bodenbeschaffenheit nass, meine Schuhe sehen schon wieder komplett matschig aus. Meine Hose, so kann ich nur mutmaßen, sieht sicherlich von hinten auch schon komplett verspritzt aus. Mein Laufstil lässt den Matsch bis an den Po nach oben spritzen. ☺

Nach wenigen Metern auf dem Feldweg geht dann tatsächlich rechts der Pfad ab. Ich folge einem kleinen schmalen Pfad in Richtung Felsvorsprung. Von hier aus hat man einen schönen Blick ins Tal hinunter. Kinder sollten hier besonders vorsichtig sein, denn es geht rechts und links recht steil nach unten und die zerklüfteten Felsen lassen einen hier schnell stolpern.

Die Formationen der Gesteinsschichten wirken, als ob man sich auf dem Rücken eines Dinosauriers befindet, daher auch der Namen dieses Plätzchens.

Für Kinder ist es hier natürlich ganz toll, sie können klettern und toben, müssen allerdings aufpassen. Dies ist allerdings auf vielen Wanderwegen der Fall, auch am Rheinsteig muss mit Vorsicht ‚gespielt’ werden, denn auch hier kann man schnell abrutschen und wenn man fällt, dann geht es sehr tief nach unten … 

Am Ende des sehr steilen und doch sehr rutschigen Pfades kommt man auf einem Waldweg, dem man nach links dem Bachlauf des Sauerbornbachs talwärts folgt. Beim Wandern durchs Tal sollte man immer mal wieder rechts und links schauen, denn es gibt kleine Höhlen und Stollen seitlich des Weges.

Am Ende des Tals befindet sich der Sauerbrunnen / Werkerbrunnen, ein Gebäude, in das man durch Treppen nach unten zum Sauerbornbach gehen kann. Man sollte allerdings aufpassen, da hier der Kohlenmonoxidanteil hoch ist, daher sollte man sich nicht so lange dort unten aufhalten.

Ein Tisch lädt zur Pause ein, denn direkt nach dem Werkerbrunnen geht es links sehr steil den Berg hinauf. Beim Aufstieg merke ich dass ich diese Woche noch nicht viel Sport gemacht habe. Meine Lunge & mein Herz pocht und ich finde mich auf dem Wisper Trail auf einem schönen kleinen steilen Pfad der sich seitlich des Berges nach oben schlängelt.

Mir kommt es so vor, als dass ich gerade eben alle Höhenmeter, die ich vorher nach unten gegangen bin, mit einem Schlag wieder nach oben steige … Meine Waden ziehen …

Am Ende des Pfades komme ich auf einem Acker heraus. Ich denke mir: ‚endlich hat die Anstrengung ein Ende‘, denn der Aufstieg war schon sehr kräftezehrend. Ich laufe den Feldweg weiter hinauf und passiere eine Weide mit einigen Milchkühen, die Wiesen sind hier so saftig grün, dass man jede Kuh nur beneiden kann, denn hier gibt es bestimmt ganz tolles saftiges Gras.

Das sieht man den Kühen auch an, denn sie weiden entspannt und lassen sich von mir recht wenig beirren. Einige schauen auf und zwei kommen sogar zu mir, weichen aber dann schnell wieder zurück. Eine kommt ein wenig näher, schnüffelt an meiner Hand und weicht dann zurück. Komisch ich hatte doch heute Morgen geduscht?

Für mich geht es weiter durch die Wiesen auf schönen Wegen, bis ich in den Wald hinein komme und auf einem Höhenweg im Wald Richtung Osten wandere. Auch hier stoße ich nach einigen Metern auf einen Feldweg, der weiter nach oben führt und ich komme auf weiteren Wiesen erneut heraus. Der Weg ist hier oben leider wieder sehr matschig und nass, aber was soll’s meine Schuhe sind eh schon durch. Daher laufe ich guten Mutes weiter. Nachdem ich eine Zeit lang durch Gras und Wiesen gelaufen bin, biege ich rechts ab, um dann auf einen Forstweg und später durch den Wald zu laufen.

Ich komme an einen breiteren Forstweg, dem ich folge und der eine lang gezogenen Kurve macht. Von diesem Weg geht ein kleiner Steig ab, an dessen Ende ein Aussichtspunkt mit zwei Bänken folgt. Hier befindet Ihr Euch an dem Aussichtpunkt „Sophies/oder Sophias Unruh“. Hier auf diesem Felsen hat man einen traumhaften Blick in das darunter liegende Wispertal.

Etwas weiter unten steht noch eine weitere Bank, an der man sich ausruhen und rasten kann. Auch hier hat man einen traumhaften Blick in das Tal darunter. Der Weg geht weiter auf einem klassischen breiten Pfad, so wie ich ihn gewohnt bin vom Rheinsteig und von den weiteren Wispersteigen. Gut zu gehen, versetzt mit Schiefer und weichem Laub und Waldboden schlängelt er sich am Berg entlang immer Richtung Tal im Norden, und es geht immer weiter sukzessive bergab.

Von diesem Weg geht es links in den Wald hinein. Hier befindet sich die Ruine Lauksburg, von der tatsächlich nur noch einige Grundmauern und Treppen übrig geblieben sind.

Für Freunde der Lost-Places liegt daneben die ‚Villa Annabell‘, die man besichtigen kann. Hier ist aber äußerste Vorsicht geboten, denn die Villa ist massiv einsturzgefährdet. Seid daher vorsichtig.

Der Forstweg geht von der Abzweigung des Pfades weiter und kommt unterhalb der Ruine Lauksburg und unterhalb der Villa Annabell in einem Bogen heraus. Von hier geht es parallel zu den Treppen der Ruine Lauksburg nach untern, bis man nach einigen kleinen Kehren unten an der Lauksmühle herauskommt. Wer hier einkehren möchte … immerzu.

Hier unten befindet sich ebenfalls ein Wanderparkplatz. Von hier aus geht ein Wanderweg ein breiter Wanderweg den Bach entlang Teil nach oben der das Tal verjüngt sich etwas dadurch wird natürlich auch der Wanderweg hat so einen kleinen Wanderpfad der Bachlauf ist sehr niedlich und am Ende des Tals geht der Weg in einen kleinen Pfad über. Die aufgewühlten Seite lassen darauf schließen, dass hier Wildschweine Ihr Unwesen treiben und zum Bach gegangen sind. Daher ist ein wenig Vorsicht geboten, denn in dem hohen Gras neben dem Bach, erspäht man die Tiere sehr spät.

Der Weg in dem Tal herauf ist wunderschön, es ist ein süßes kleines saftiges Tal, in der sich verständlicherweise die Wildschweine sehr sehr wohl fühlen. Man sieht überall Spuren der Wildschweine, auch wenn man vom Weg ein kleines bisschen in die Wiesen ab weicht, sieht man Spuren mitten auf den Wiesen, im Bachnähe.

Der Weg geht steil bergauf, ich komme an meine Grenzen, weil ich ohnehin ein wenig müde bin. Der stetig steigende Weg endet in einem breiteren Forstweg, der dennoch recht steil weiter nach oben führt. Nach einigen Wegbiegungen komme ich an einem Schild vorbei, auf dem ‚Oma’s Ruh‘ steht. Das muss ich mir natürlich ansehen, ich vermute es ist ein ruhiges Plätzchen mit einer Bank. So ist es auch, es steht eine rote Bank am Ende des Kliffs, von hier schaut man wunderbar in die Ferne über die Baumwipfel hinweg.

Ich setze meinen Weg fort und laufe wieder zurück zum Forstweg, um dann in das Dorf Espenschied zurückzugehen. Vorbei an einem Kinderspielplatz komme ich unterhalb der Häuser auf einem kleinen Weg in Espenschied heraus und habe dann nicht mehr viel Weg vor mir, um wieder am Wanderparkplatz anzukommen.

In meinen Augen ist der Wispertalsteig nach dem Wispertaunussteig einer der schönsten und abwechslungsreichsten Trails. Daher meine Empfehlung!

Mittlerweile stehen bereits über 15km auf meiner Uhr. Ich bin groggy aber glücklich, und heute den Weg in einem Stück gegangen. Jahre vorher (2016) habe ich den Weg einmal in zwei Etappen bewandert – im August 2016 und einmal im Januar 2017 gemacht, da war es ein wenig grau und es lag sogar Schnee.

Heute aber war gutes Wetter, und so konnte ich den Rundweg auch genießen. Von Espenschied kann man auch das Wisper Krönchen laufen, ein 5,2km langer Rundweg. Zudem führt hier der Wispertaunussteig entlang. Diesen Wanderbericht stelle ich in Kürze online.

Startpunkt: Wanderparkplatz Espenschied am Ortsausgang in Richtung Welterod

Dauer: 3:53 Std. 

Länge: 15,5 km

Höhenmeter: Aufstieg 561m, Abstieg 561m

Highlights: Saurierfelsen, Werkerbrunnen, Sophia’s Unruh, Ruine Lauksburg, Villa Annabell, Omas Ruh

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Die Tour findet Ihr wie gehabt auf meinem Komoot Profil, weitere Informationen natürlich direkt auf der Seite der Wisper Trails (www.wisper-trails.de)

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