Auf der Hiwweltour ‚Aulheimer Tal‘ – attraktive Highlights in den Weinbergen Rheinhessens

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Die Hiwweltouren in Rheinhessen bieten ähnlich wie die Wisper Trails im Taunus ein vorzügliches Wegemanagement und Touren mit besonderen Highlights.

Die Hiwweltour ‚Aulheimer Tal’ wird als eine der abwechslungsreichsten Touren beschrieben, bei der man Türme, bauliche Highlights, Fernblicke und Weinbergswanderung gepaart mit kleinen Steigen und Pfaden findet.

Nicht umsonst wurde diese Tour als zweiter Gewinner für  Deutschlands schönste Wandertouren für 2022 gewählt. Die Tour liegt in der Rheinhessischen Schweiz.

Folgt mir auf meinem Weg durch die Weinberge und Wälder Flonheims in Rheinland-Pfalz.

Ich fahre von Wiesbaden auf der A60, bei Bingen auf die A61 Richtung Alzey und fahre bei Flonheim von der Autobahn ab. Mein Auto kann ich abstellen am Park / an der Adelberghalle in Flonheim (Berliner Straße 16, 55237 Flonheim), hier findet der Wanderer kostenlose Wanderparkplätze, um dann durch das Wohngebiet zum Einstieg in den Rundweg Hiwweltour Aulheimer Tal zu kommen.

Ich laufe die Tour entgegen der Empfehlung und gehe im Uhrzeigersinn. Am Einstieg finden sich einige Steine und ein kleine Erklärung zu der Rundtour, der Weg geht dann bergauf durch die Weinberge, vorbei an einem kleinen jüdischen Friedhof, der von einer tollen alten Mauer eingerahmt ist.

Von hier aus geht es weiter nach oben, immer schön an den Weinbergen entlang. Man geht über kleine Pfade, bis man an eine Kreuzung kommt, an der ein Pfad rechts oben in den Wald hinauf geht. Wenig später komme ich am Schau-ins-Land, dem Naturfreundehaus Flonheims heraus. Einem Gasthaus, das heute geschlossen ist. Auf 225m hat man hier eine Rastmöglichkeit und auch für die Kleinen ist etwas geboten, denn hier befindet sich ein ganz toller Waldspielplatz, sehr gepflegt und sauber.

Von der Raststelle Schau-ins-Land geht es weiter auf deinem Naturpfad. Nach einigen Metern habe ich schon einige Höhenmeter hinter mir, bin auf einer entsprechenden Höhe und laufe vorbei an einer kleinen Schlucht, die seitlich Richtung Flonheim liegt.

Hier unter mir ist ein Steinbruch, ich befinde mich auf dem Naturpfad. Nach einigen Minuten auf dem Naturpfad biegt der Weg an einem einsam im Wald liegenden Wingert rechts nach oben ab.

Hier fängt der Weg an, sich wie ein kleiner Steig durch den Wald zu bahnen. Das hätte ich hier wirklich nicht erwartet und bin gespannt, wo mich der kleine Pfad hinführt. Nach wenigen Metern aufwärts komme ich bereits an einer Bank mit einen hammer-mäßigem Ausblick heraus.

Ich bin am Rheinhessen-Blick, hier hat man einen genialen Fernblick Richtung Osten nach Lonsheim, Armsheim, Spiesheim und Wörrstadt. Ich bleibe nur kurz, denn ich habe heute noch ein paar Kilometer vor mir und setze meinen Weg fort.

Weiter geht’s am Aussichtspunkt vorbei und steil nach oben auf einem kleinen Pfad bis zu dem Sedan-Platz, auf dem mitten drin ein Felsblock mit ‚Esperanto‘ Gedenktafel steht. Bei den Anwohnern in Flonheim wurde der Stein liebevoll: „Das ist das Grab vom Rotkäppchen“ genannt. Dieser Platz ist natürlich entstanden und der Stein wurde scheinbar vor über 30 Jahren dort hingestellt. Er gilt als Denkmal für einen Friedensstifter, dem polnischen Augenarzt Dr. Ludwik Zamenhof. (Quelle: www.allgemeine-zeitung.de)

Von hier aus folge ich dem Naturpfad und passiere diverse alte Steinbrüche (Alte Haucksche Steinbrüche), wo in der Vergangenheit Bundsandstein abgebaut wurde. Unter anderem komme ich am Rheinhessenblick vorbei. Von hier aus hat man einen traumhaften Ausblick auf Rheinhessen, die Weinberge, die Ebene und natürlich die mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden Windräder.

Der Weg führt mich weiter oberhalb der Weinberge am Wald entlang bis ich am Bornheimer Aussichtsturm, dem Kuckucksturm heraus komme.

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Der Weg führt nicht genau zum Bornheimer Aussichtsturm, hier muss man einen kleinen Abstecher machen denn normalerweise geht der Weg links ab und führt mich weiter durch ein kleines Waldstück hindurch, immer mal wieder aus dem Waldstück hinaus oberhalb der Weinberge wunderschön mit Blick auf die Rheinhessenebene mit der Vielzahl an Hügeln, an denen sich Weinberge befinden.

Der Blick ist einfach fantastisch, Weinliebhaber werden begeistert sein, aber auch solche die Fernblicke lieben. An einer Kreuzung biege ich vom Weg links ab, denn nach einigen Metern findet sich auf der rechten Seite eine Bank mit einem Dach, an dem ich Pause mache etwas trinke und eine Kleinigkeit esse. Ich befinde mich nun westlich von Lonsheim.

Der Weg bis hierhin war sehr einfach zu gehen, die ersten Höhenmeter, gefühlt 150 Höhenmeter waren sehr einfach zu meistern. Der Weg war meistens breit und sehr angenehm zu gehen, führte meistens oberhalb der Weinberge entlang und die Wegbeschaffenheit war sehr gut.

Von meinem Rastplatz aus gehe ich wieder zur Wegkreuzung um dem Rundweg in den Wald hinauf zu folgen. Nachdem ich 15-20 Minuten Rast gemacht habe fällt mir der moderate Aufstieg ein wenig schwer. Meine Knochen müssen sich mal wieder ans Laufen gewöhnen. Nach kurzer Zeit ist das aber wieder ok.

Ich komme vorbei am Wanderparkplatz ‚Auf der Hemm’ und gehe weiter zum Aussichtsturm Losheim. Ein wunderschöner Turm, den man auch besteigen kann, hier ist allerdings Schwindelfreiheit angesagt. Der Aufstieg ist nicht ganz einfach, denn die Wendeltreppe ist sehr eng. Die obere Plattform ist sehr klein, daher muss man ein bisschen vorsichtig sein, wer schon alles dort oben ist.

Unterhalb des Turms gibt es verschiedene Bänke, wo man wunderbar Rast machen kann, im übrigen bietet der Rundweg sehr viele Bänke und Tische, an denen man Rast machen kann.

Nun beginnt eine etwas längere Etappe innerhalb des Waldes, über einen breiten Waldweg wird man nach Westen geführt und kommt nach einer Weile wieder oberhalb der Weinberge heraus.

Von hier aus geht es eine Zeit lang durch die Weinberge und man kommt am Aulheimer Tälchen entlang beziehungsweise läuft oberhalb des Aulheimer Grabens entlang. Hier befindet sich ebenfalls ein kleiner Steinbruch von dem man nach unten sehen kann.

Nach einer Weile erreicht man das Trullo auf dem Adelberg, eine Sehenswürdigkeit, die man nur hier in dieser Region hat. Bei dem Trullo sind wieder einige Bänke, hier empfehle ich definitiv eine Pause zu machen, denn der die Aussicht und der rund um Blick an diesem Punkt sind einfach genial.

„Trullo (italienisch), Mehrzahl Trulli, ist eine Bezeichnung für die vor allem in Apulien vorkommenden Rundhäuser, deren Steindächer sich nach oben hin in einem Kraggewölbe (sogenanntes „falsches Gewölbe“) verjüngen und mit einem symbolischen Schlussstein, dem Zippus, oft aber auch mit einer Kugel oder einem anderen Symbol, abgeschlossen werden.

Trulli sind Kraggewölbebauten aus Trockenmauerwerk und werden ohne Mörtel errichtet. Die schuppenartigen dunklen Bruchsteindächer geben dem weiß getünchten Trullo, der ursprünglich in den Feldern und nicht im Ort stand, sein charakteristisches Aussehen. Durch ihre Bauweise aus massivem Naturstein mit sehr dicken Wänden und winzigen Fenstern bieten die Trulli einen guten Schutz gegen die anhaltende Sommerhitze in Apulien, weil sich das Innere nur langsam aufheizt. Im Winter hingegen speichert ein Trullo für lange Zeit die Wärme, die durch einen offenen Kamin erzeugt wird.
Die bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts vergessenen ‚Arme-Leute-Häuser‘ erlebten seither eine Renaissance; einige werden mittlerweile auch als Ferienwohnungen angeboten. In Alberobello existiert ein weiträumiges geschlossenes Viertel, das gänzlich mit Trulli bebaut ist. Dieses zählt seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO.“
(Quelle: http://www.wikipedia.com)

Weiter geht es für mich Berg ab vorbei an einem Aussichtspunkt, an dem sich ein Selbstbedienungsweinstand befindet, der Erdkühlschrank Kampf, wo man sich für ein paar Euro einen frischen Schoppen des Weingutes Kampf genehmigen kann.

Von hier aus geht es dann gegen Süden Richtung Aulheimer Graben, hier befindet sich die Gutsschänke Aulheimer Mühle, die zum Zeitpunkt meines Besuches leider nicht bewirtschaftet war. Von der Aulheimer Mühle geht es dann im Aulheimer Graben auf einem Wirtschaftsweg Richtung Wiesbach und Richtung Weingut Geistermühle, in dem man wunderbar einkehren kann und eine Kleinigkeit essen kann.
Die Speisekarte steht unter anderem am Wanderparkplatz gegenüber des Weingutes, hier kann man sich einen Überblick darüber verschaffen was aktuell im Angebot ist.

Der Rundweg führt weiter parallel zum Wiesbach, vorbei an Uffhofen und Ende dann wieder in den Weinbergen beziehungsweise am Fuße der Weinberge von Flonheim. Hier kommt man wieder am Startpunkt heraus, nachdem man einige Felder durchwandert hat und auch an einer Pferdekoppel vorbei gekommen ist. Nach 3:45 Std und 14,8 km erreiche ich dann wieder den Ausgangspunkt und bin glücklich.

Diese Hiwweltour in Rheinhessen mit dem Namen Aulheimer Tal war in meinen Augen extrem abwechslungsreich, sehr einfach zu gehen, es gab wenige Etappen die schwer zu meistern waren. Auch die steilen Aufstiege waren sehr übersichtlich, man hat einen fantastischen Rundumblick über Rheinhessen, dank der traumhaften Fernblicke. Man geht durch wunderschöne Weinberge und begeht auch kleine Pfade durch den Wald.

Als Attraktion findet man Aussichtstürme und das interessant Trullo. Die Wanderung bietet sich in den Frühlings-, Sommer,- und frühen Herbstmonaten an, wenn die Weinreben grün sind.

Gerade im Sommer sollte man ausreichend Wasser dabei haben, denn in den Weinbergen kann es sehr warm werden, wenn die Sonne am Himmel steht. Für diese Rundtour ist festes Schuhwerk empfehlenswert, es sind aber keine Etappen dabei, die sich nicht auch mit guten Sportschuhen begehen lassen.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Rucksack für Proviant mitzunehmen, um an einem der wunderschönen Aussichtsplätze die angebotenen Bänke zu nutzen und um Rast zu machen.

Startpunkt: Adelberghalle, Berliner Straße 16, 55237 Flonheim

Dauer: 3:45 Std. mit Pause

Länge: 14,8 km

Höhenmeter: Aufstieg 300m, Abstieg 300m

Highlights: Kuckucksturm, Lonsheimer Aussichtsturm, Weinberge, Rheinhessenblick, Trullo, Steinbruch

Die Tour und das Navigationfile könnt Ihr hier abrufen.

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Weitere Informationen zu dieser Hiwweltour erhaltet Ihr hier

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