Ein Klettersteig durch die steilsten Weinberge Europas – willkommen auf dem Calmonter Klettersteig

Die heutige Tour führt durch einen der steilsten Weinberge Europas. Verbunden mit einem abenteuerlichen kleinen Klettersteig, der für Jung & Alt attraktiv ist. Diese Wanderung ist echt spannend und die Ausblicke auf die Mosel einzigartig. Der Calmonter Klettersteig liegt zwischen den Orten Bremm und Ediger-Eller.

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Die Wegführung sehr einfach und gut ausgeschildert. Der im Jahre 2001 errichtete Klettersteig folgt einem schmalen Pfad mit einer Länge von circa 3 km. Für den Klettersteig werden weder Helm noch Klettersteigset benötigt, er besteht ausschließlich aus Leitern und bietet Sicherungsseile beziehungsweise Trittbügel, die man auch ohne Ausstattung gehen kann. Allerdings sollte man trittsicher sein und gutes festes Schuhwerk tragen.

Mit etwas Vorsicht ist er auch wunderbar für Kinder geeignet und stellt ein echtes Abenteuer dar. Der Rückweg erfolgt über den Calmonter – Höhlenwanderweg zurück nach Bremm.

Eine tolle Tour, gerade in Frühjahr und Herbst. Folgt mir auf meinem Erlebnis im steilsten Weinberg Europas zu wandern …

Die Bilder innerhalb des Berichtes wurden im Spätsommer (Ende August) aufgenommen, am Ende habe ich noch eine herbstliche (Ende Oktober) Zusammenstellung gemacht, da ich bereits 2x dort war.

Es war aufgrund der Farben allerdings immer ein echtes Erlebnis, daher kann man diesen Weg auch mehrmals dorthin gehen, es wird sich immer etwas Neues zu entdecken finden.

Man erreicht den Calmonter Klettersteig ganz einfach über die A61 und fährt an der Mosel entlang Richtung Bremm. Parken kann man im Ort Bremm oben an der Kirche bzw. am Friedhof.

Hier stehen genug Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Zum Einstieg in den Klettersteig wählt man am Besten den unteren Einstieg, der zum Klettersteig in Richtung Ediger-Eller führt. Ginge man von hier aus erst einmal den Weg zum Panorama Ausblick hoch, würde man erst einmal ein ordentlicher Aufstieg vor sich haben.

Ich gehe aber unten entlang und gehe direkt in den Klettersteig, genieße die Zeit, denn es sind wenige Personen hier vor Ort. Man merkt direkt, dass die Temperatur im Weinberg einige Grad höher ist, als auf dem Parkplatz an der Kirche. Die Sonneneinstrahlung ist massiv, daher empfehle ich auch nicht den Klettersteig im Hochsommer zu begehen. Dann kann es hier extrem warm werden, gerade für Kinder könnte das eine Belastung darstellen.

Der Ausblick ist von hier natürlich traumhaft, direkt in den Weinbergen auf einem kleinen Steig und dann auf den Bremmer Moselbogen zu schauen ist toll. Der Klettersteig ist sehr gut angelegt, es ist ein schmaler Pfad von circa 3 km Länge, auf dem man insgesamt sechs Leitern findet, einige Sicherungsseile und diverse Tritt Bügel beziehungsweise in den Fels gehauen mit Trittstiften.

Dadurch ist er sehr einfach und sicher zu begehen. Es macht riesig Spaß, den nur 3 km langen Weg durch die Weinberge zu begehen. Hier wird einem erst mal klar, wie steil die Weinberge hier an der Mosel sein können. Was das für den Weinbau und die Winzer bei der täglichen Arbeit im Wingert bedeutet, kann sich dadurch Jede/er einmal selbst ausmalen. Der Calmonter Weinberg gilt als der steilste Weinberg Europas.

Am Ende des Klettersteigs geht man an eine Hütte, von der man einen schönen Ausblick auf die Mosel hat. Von hier aus geht es dann steil bergauf um auf den Calmonter Höhnwanderweg zu gelangen. Die Steigung ist gut zu nehmen, man muss ein wenig tritt sicher sein und sollte gute Schuhe anhaben. Mit Flip-Flops würde ich diesen Weg nicht empfehlen, aber derjenige/diejenige wird dies ohnehin früher merken und sicherlich gar nicht bis zu diesem Punkt kommen. Aber, ich habe tatsächlich auf meinen Wanderwegen schon so einiges gesehen, daher würde mich das auch nicht wirklich wundern.

Der Rückweg über den Höhenweg ist sehr angenehm, er steigt etwas an, ist man einmal auf der Höhe hat man allerdings einen wunderbaren Blick über die Mosel. Auf dem letzten Drittel des Rückweges kommt man noch an dem Vier-Seen-Blick und dem Römischen Bergeheiligtum vorbei.

Das sagt Bremm.info über das Bergheiligtum:  „Bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 2005 konnten westlich auf dem Bergplateau an höchster Stelle die Überreste eines römischen Tempels festgestellt werden. Die noch vorhandenen Mauerreste bilden ein doppeltes Viereck. Dieser Grundriss ist typisch für einen gallorömischen Umgangstempel, der in den gallischen und germanischen Provinzen ein verbreiteter Bautyp war. Der Tempel bestand aus einem quadratischen hohen Mittelbau, der cella von 4 m x 4 m. Um ihn herum lief ein offener Umgang von 8,9 m x 8,9 m, dessen Dach von Säulen getragen wurde. Besonders die Kleinfunde, wie die zahlreichen Münzen und Fragmente von Glas, Keramik und Votivfigürchen aus Terrakotta, lassen darauf schließen, dass der Tempel vom 2. bis zum 4. Jh. n. Chr. bestand. Hinweise auf die hier verehrten Gottheiten haben die Grabungen noch nicht ergeben. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass die ständigen unerlaubten Schürfungen und Raubgrabungen die archäologischen Befunde zerstört haben.“ (Quelle: http://www.Bremm.info)

Nach dem römischen Bergheiligtum geht es weiter, ein wenig bergauf, am Ende des Weges kommt man an einem Aussichtspunkt mit einer Bewirtungshütte, die allerdings nicht immer bewirtschaftet ist.

Von hier aus starten auch einige Gleitschirm-Flieger in das Tal der Mosel. Man kann sich hier oben hinsetzen und in der Hütte ein Glas Wein kaufen, um den wundervollen Ausblick der Moselschleife bei Bremm zu genießen.

Der Blick öffnet sich hier auf die Moselschleife und den gegenüber liegenden Petersberg. Ich nutze die Zeit und verweile hier noch ein kleines bisschen, denn dieser Ausblick ist einzigartig. Der Abstieg von hier aus ist ein kleines bisschen tricky, denn es geht sehr Steilberg ab, es kommen immer wieder Wanderer entgegen, was auf diesem schmalen Pfad nicht ganz einfach ist. Hier muss man sehr aufpassen dass man nicht ausrutscht, und gegebenenfalls die aufsteigenden Wanderer mitreißt. Daher bitte vorsichtig absteigen und vorsichtig hinauf laufen. Am Ende kommt man wieder unten am Friedhof heraus hat dadurch eine wunderschöne Tour gemacht.

Wer den Calmonter Klettersteig im Herbst begehen möchte, dem offenbaren sich folgende hammermässige Farbenfrohe Blicke … (aufgenommen Ende Oktober) – Die Entscheidung liegt bei Euch …

Ach ja – zur Beachtung folgendes: Dies ist keine Hippster-Sneaker-Tour, sondern eine anspruchsvolle Wanderung. Im Sommer und bei wärmeren Temperaturen unbedingt genug Wasser mitnehmen, denn wer schon einmal in den Steilhängen der Weinberge unterwegs war weiss, dass es dort sehr warm werden kann …

Zusammenfassen kann man sagen: 
„Der Calmont Klettersteig ist ein schmaler Pfad von etwa 3km Länge, der mit 6 Leitern, rund 100m Sicherungsseilen, 22 Trittbügeln und 16 Trittstiften abgesichert und begehbar gemacht wurde. Er verläuft durch eine Landschaft mit einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt! Ich bin den Klettersteig von der Seite von Brehm eingestiegen und den Rundweg gegangen. Zum Begehen benötigt man keine Geh- und Kletterhilfen.“ 
(Quelle: http://www.mosel-reisefuehrer.de) E
s lohnt für Jung und Alt und kann nahezu zu jeder Jahreszeit begangen werden.

Anbei noch das Navigationsfile

Distanz: 7,45km hier mit ausgiebigen Pausen und Ausblicken : 3 Std. – nicht repräsentativ 🙂

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Ein Gedanke zu “Ein Klettersteig durch die steilsten Weinberge Europas – willkommen auf dem Calmonter Klettersteig

  1. Hallo,

    Schöner Bericht von einem tollen Wanderweg.
    Ich bin den Calmont schon mehrfach bestiegen, einfach schön dort. Aber eben auch Anstrengend.

    Für meine Begriffe tummeln sich dort mittlerweile zu viele Menschen die dort eigentlich nichts zu suchen haben.
    Vor allem auch immer mehr selbsternannte Influenzer, die aufgehübscht in weißen Sneakern dort herumrutschen auf der Jagt noch einem tollen Foto für Instagram.

    Vielleicht solltest du nach anmerken das es im Sommer sehr heiß dort ist. Bei meiner letzten Wanderung waren es 37 Grad. Da kommt man mit einer 0,5 l Wasserflasche nicht weit.
    Hier mein Wanderbericht vom letzten Sommer:

    https://dirk-wandert.de/2020/08/04/calmont-klettersteig-schwere-wanderung-vom-feinsten/

    Gruß Dirk

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