
Die Limesspur „Holzhausen“ ist eine circa 10 km lange Rundtour im Taunus.
Gestartet wird am Wanderparkplatz an der Landstraße L3031, die Koordinaten sind verlinkt am Ende meines Berichtes.
Von hier aus starte ich im Uhrzeigersinn, sprich ich gehe nach links weg und starte die Tour und gehe erst einmal durch den Wald. Im Hintergrund das Geräusch der Windkraftanlagen, an denen ich im Verlauf des Rundweges vorbeikomme.
Kurz vor den Windkrafträdern biegt der Weg rechts ab und ich gehe leicht abschüssig den Berg hinunter.
Eines der Windkrafträder macht ein sehr merkwürdiges Geräusch, als ob der Mast bald bricht und der Generator im freien Fall nach unten kommt. Sehr spooky…
Wenig später geht es links ab, auf einem kleinen, noch sehr hoch bewachsenen Pfad, den ich nun eine ganze Weile geradeaus laufen muss. Teilweise ist der Pfad im Wald gar nicht erkennbar, es fehlen auch Wegschilder für den Limespfad.
Ich stapfe einfach gerade aus durch den Wald – dank meiner Navigationsuhr weiß ich, in welche Richtung ich gehen muss. Ein Limesspuren-Hinweisschild sehe ich vergebens, komme aber auf den Waldweg, der meine Richtung kreuzt, heraus. Hier sehe ich in der Ferne ein Holzstamm mit Schild, der die Richtung meiner Navigationsdatei bestätigt.
Entgegen den Hiwweltouren, WisperTrails, SchwalbenTouren, etc. ist hier das Wege-Management noch ausbaufähig, da man wirklich das Gefühl hat, man läuft quer durch den Wald.








Kurz nach einer Lichtung, die etwas erhöht liegt, geht es einige Meter nach unten und dann geht es links vom Hauptweg ab. Im weiteren Verlauf auf dem Limespfad … leider besteht auch hier keinerlei Markierung, so dass man sich voll auf das Navigationsgerät verlassen muss.
Dann, wenig später direkt am Weg, doch ein Hinweisschild über den weiteren Verlauf des Limespfades.



Hier ist auch der Hauptlimespfad gut ausgeschildert, es kommt mir aber so vor, als ob die Limesspuren, die kleinen Runden, noch im Aufbau sind. Bei der letzten Limesspurwanderung in Huppert war die Ausschilderung sehr gut.
Nachdem ich aus dem Wald auf die Lichtung komme, sehe ich wieder zwei Hinweisschilder – ab hier laufe ich unterhalb der Windkraftanlagen auf einem geschotterten Weg weiter.
Direkt neben der Windkraftanlage befindet sich rechts ein kleines Kreuz, hier befinde ich mich auf 543 m Höhe auf dem „Grauen Kopf“.



Kurz nach dem höchsten Punkt der Tour, geht es bergab über einen süßen kleinen Steig, bis ich zu einem wunderschönen Fernblick komme und in den Taunus hineinblicke. An diesem Punkt biegt der Weg 90° nach rechts ab und ich gehe auf dem Höhenzug weiter.




Nachdem ich den Weg weiter verfolge, sehe ich, das überall pinke Spuren an den Bäumen sind, ich bin mir sehr sicher, dass die Tour erst noch ausgestattet wird und die pinken Zeichen die Tour markieren.
Wenig später komme ich am Kastell Holzhausen heraus, mitten im Wald sind diverse Mauerwerke verteilt.
Das Kastell wurde 180-192 n. Chr. errichtet. Hier wurden circa 500 Mann beherbergt, es liegt an dem Nordwestabhang des Grauen Kopfes der mit 543m die höchste Erhebung darstellt.






Ich wandere weiter und komme dann, nachdem ich einmal rechts und wieder links und wieder rechts gegangen bin, auf den Limes, auf dem ich quer durch den Wald folge.




An einer Kreuzung könnte ich weiter den Limes entlang gehen, ich entscheide mich aber, den parallel verlaufenden Wirtschaftsweg zu gehen, denn das ist dann doch etwas einfacher. Auf dem Holzhausener Weg laufe ich so parallel zum Limes und habe diesen immer im Blick.
Nach meiner Limes-Wald-Erfahrung, komme ich auf der Römerturmstraße heraus, die nach Laufenselden verläuft.
Erneut biegt der Weg vom Wirtschaftsweg links ab, und ich komme wenig später an der Römerturm WegStelle 2/37 heraus.
Nachdem ich unten aus dem Wald rauskomme, laufe ich in ein wunderschönes Tal, das mich nach Laufenselden führt. Hier mache ich dann einen Schwenk und auf der anderen Seite des Tals laufe ich dieses Teil wieder nach oben.




Dann komme ich an einen Schober mit ganz viel Holz heraus, diesen muss man am Feld auf der rechten Seite umrunden, um dann später auf einen kleinen Steig auf die andere Seite der Kuhwiese zu gelangen. Auf diesem Pfad über quer ich den Hüttenbach.
Hier ist überhaupt nichts ausgeschildert oder der Weg festgetrammpelt.
Vorsicht beim absteigen in das Tal, hier sind ganz viele Dornbüsche, wo man sich die Füße zerkratzt. Als ich auf der anderen Seite herauskomme, geht es nach einem Schafwiese rechts nach oben und dann unterhalb der Windräder wieder auf den Berg hinauf zu kommen.
Und hier sind es circa 900 m zum Wanderparkplatz. Auf dem Rückweg springen vor mir noch einige Rehe über den Weg, bellen wie Hunde und warnen so ihre Artgenossen. Ich komme oben an und stapfe den Rest des Weges nur noch durch den Wald, ohne Schild ohne Plan.
Zum Abschluss. Wenn die Tour einmal fertig präpariert ist, wird das sicherlich ein schöner Rundweg werden. Aktuell rate ich jedem stark davon ab. Ich bin durch Dornengebüsche gewandert. Hab mir meine Beine verkratzt, die Ausschilderung ist miserabel und der Weg ebenfalls miserabel ausgeschildert und gepflegt.

Ich denke ein Erwandern wäre erst wieder 2027 möglich, wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind, der Weg ordentlich ausgeschildert, eingerichtet und frei geschnitten ist. Vorher ist dieser Weg nicht zu empfehlen!

GPS Track findet ihr hier
Startpunkt: Parkplatz
Länge: 10,9km
Zeit: 2:57h
Höhenmeter: 270 hm