
Heute wandere ich eine 7,1 km lange kleine Runde der Limesspuren.
Sie nennt sich Castellum Dörsterberg und startet in dem Taunusörtchen Huppert. Hier kann ich einfach und sicher an der Limeshalle parken, hier stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung und ich starte die Tour gen Süden.
Von der Limeshalle laufe ich durch den Ort den Berg hinunter in verschiedenen Serpentinen. Dann hinter der Feuerwehr und einem schönen alten Bauernhaus biegt der Weg auf einen kleinen Feldweg ab. ab hier laufe ich nun parallel zum Dörsbach.


Bei dem ersten Schild vertue ich mich leider ein wenig, denn der Weg geht an den Grundstücken entlang.
Teilweise hat man das Gefühl, man läuft durch die Gärten der Anwohner. Als ich den Weg wieder aufgreife, biege ich rechts ab über den Dörsbach und am dorfeigenen Fußballfeld vorbei.




Nachdem ich das Fußballfeld hinter mir gelassen habe, gehe ich hoch in die Felder und entferne mich vom Ort Huppert.
Ich laufe hoch in die Felder, bis ich an einen Wegweiser komme, wo es für mich links abgeht.

Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf Huppert, ein wirklich kleines Örtchen hier im Taunus.
Dann geht es für mich wieder runter in das Tal des Dörsbaches. Ich laufe an dem Bach entlang, bis ich auf einen Hügel komme, wo das Naturdenkmal „Wachholderhain“ ist. Hier oben steht eine Bank, wo man sich mitten in dem Wachholderhain ausruhen kann.




Nachdem ich an einem Försterstand vorbeigelaufen bin, überquere ich die Landstraße und schaue in die Ferne und die Weite des Taunus. Ich passiere den ehemaligen Limes-Wachposten Nr. 2/46
Hier war Mitte des dritten Jahrhunderts nach Christi ein Wegposten. Eine sogenannte Palisaden mit einem Palisadengraben, das Sperrwerk Palisaden war ein Aussichtspunkt und Schutz.
Der mit Holz aus halbierten Eichenstämmen aufgebaut wurde, die Rinde entfernt wurde, und man geht davon aus, dass zur Feindesseite hin die Eichenholz Stämme in weiß gekalkt wurden. Vorhandene Lücken wurden teilweise mit Mörtel oder Steinen geschlossen.




Aufgrund eines geomagnetischen Messbildes konnte man den Graben zwischen Wegpunkt 45 und Wegpunkt 46 feststellen. Heute sieht man davon nichts mehr, hier sind Felder, Bienenstöcke und der Wanderweg.
Nachdem ich über die Felder gelaufen bin, komme ich an den Limes-Wachposten 2/45. Hier befindet sich der so genannte Limesknick, eine Besonderheit des Limes, der das römische Reich von den im Norden lebenden Germanen trennte. Der Limesknick verläuft in fast 90° und geht nach Süden weiter.


Nachdem ich weiter über die Felder laufe, geht es für mich in den Wald hinein. Wenig später komme ich an einem keltischen Grabhügel vorbei. Hier soll eine Keltensiedlung bestanden haben.


Nachdem ich aus dem Wald wieder rauskomme, umwandere ich ein Feld und gehe auf der anderen Seite am Dörsterberg wieder in den Wald hinein. Hier gehe ich auf einem Waldweg Richtung Castellum Dörsterberg.





Oben am Castellum befinden sich besagte Palisaden aus dem Eichenholzzaun, dahinter befindet sich eine Bank, an der man schön Rast machen kann.
Von hier oben geht es für mich dann wieder runter durch den Wald auf steilen Waldwegen, bis ich in einem wunderschönen Tal herauskomme, an dem ich links abbiegen und linksseitig wieder Richtung Huppert zurück laufe. Von hier aus sind es noch 900 m zur Limeshalle, wo ich mein Auto wieder in Empfang nehme.
Eine schnelle und kurzweilige Tour auf den Pfaden des Limes, mit einigen schönen Ausblick, viel Sonne und einem angenehmen Waldanteil.

GPS Track findet ihr hier
Startpunkt: Parkplatz
Länge: 7,47km
Zeit: 1:39h
Höhenmeter: 160hm