Erlebnisse seitlich des Rheintals auf einem Wisper-Rund-Trail von Lorch nach Sauerthal und über den Rheinsteig zurück

IMG_9147Wanderung Lorch – Sauerthal – Kaub und zurück nach Lorch … die heutige Tour startet in Lorch am Rhein. Sie wird mich über Sauerthal leicht vom Rhein weg in das Landesinnere führen. Von dort aus geht es dann weiter über die Sauerburg nach Kaub. Auf dem Weg gibt es einige spannende Entdeckungen. Nicht nur die Natur seitlich des Rheintals, die Burgruine Waldeck, steile Aufstiege, die intakte Sauerburg und tolle Wanderwege über Wiesen und Anhöhen und steile Waldpfade. Folgt mir auf dem Abenteuerweg von Lorch nach Kaub.

Ich starte am Bahnhof in Lorch. Von hier aus geht es auf dem Zubringerweg des Rheinsteigs beziehungsweise des ‚In Vino Veritas‘ Richtung Dorfplatz. Es geht von der Strasse parallel zur Bahnschiene einen kleinen Weg hoch, entlang der Kirche hinauf bis zum Marktplatz. Hier trennen sich der Rheinstieg, der In Vino Veritas und meine Tour, denn ich muss links über die Brücke auf die andere Seite der Wisper, um von hier aus Richtung Sauerthal aufzubrechen.

Es geht weiter entlang der Wisper durch ein wunderschönes Wohngebiet. Am Ende findet man ein kleinen Naturtrail vor, der sich ganz langsam nach oben schlängelt.

Der Weg folgt sukzessive der Wisper, hat leichte Höhenunterschiede aber nur ganz leichte. Ab dem Moment, wo ihr den Rewe auf der rechten Seite im Tal liegen sieht, fängt am Sonntag leider den Motorradlärm an. Denn ab hier folgt ihr der beliebtesten Motorradstrecke ins Wisper- Tal, dass am Sonntag natürlich enorm befahren ist. Der Weg, den Ihr geht, ist abwechselnd Waldweg, steiniger Schotter, aber sehr gut zu gehen. An einer Weg Kreuzung bei dem auch 2 Strassen zusammentreffen geht es kurz danach links den Weg mit dem schwarzen R weiter und rechts weiter nach Sautertal. Hier haltet Ihr Euch Links den Berg hinauf und geht so ein kleines bisschen von der Wisper weg.

Es geht immer weiter den Weg hinauf bis Ihr an eine Kreuzung kommt wo das schwarze R nach links ab liegt. Hier folgt ihr weiterhin den Weg bis ihr nach kurzen nach einer kurzen Kurve auf das schwarze R und das grüne N mit dem roten Pfeil trifft. Das sagt Euch das ihr hier weiter richtig seid.

Entlang der Steinkante des Berges folgt ihr den Berg rauf. Der Weg wird hier nun etwas verlassener, die Gräser sind höher und man hat ein wenig den Eindruck, als ob hier kaum Jemand gelaufen ist. Doch weiterhin seit Ihr richtig. Achtung vor Brennnesseln, mit kurzen Hosen könnte das schmerzhaft sein. (Habe ich selbst erlebt)

Der Weg geht weiterhin leicht bergauf, man wendet sich der Wisper ab un an einmal ab, folgt aber dennoch stringent dem Wispertal, bis man ein Sauerthal-Schild kommt, welches bereits in ein Baum eingewachsen ist. Ab hier geht der Weg leicht Berg ab das Motorengeräusch den Motorrädern wird weniger, verstummt teilweise sogar. Hier oben ist man ganz für sich und dem Wald – sehr angenehm.

Nach wenigen Metern kommt man in einer Kurve an eine Treppe die zu einer Burgruine, der Ruine Waldeck, führt. Ein perfekter Platz für die erste kleine Rast. Der Ausflug zur Ruine lohnt sich auf alle Fälle. Es ist ein schönes, wenn auch verfallenes Gebäude, das offenbar in Privatbesitz ist. 

Nach der Besichtigung geht es weiter auf dem Weg Richtung Sauerthal. Der Weg ist leicht abschüssig wandert sich gemütlich zu dem nächsten Highlight. Nachdem ich am Friedhof vorbei durch das den Ortskern von Sauerthal gegangen bin, biege ich hinter der Kirche links ab und gehe in den Wald hinein. Bevor ich dies tue, geht links der Zubringerweg Rheinsteig ab, man hat das Gefühl, dass man in eine private Hauseinfahrt geht, das ist aber vollkommen in Ordnung, denn nach bereits 5-10 m geht rechts der Rheinsteig ab. Er führt steil nach oben in den Hang hinein, ein Waldweg mit groben Untergrund und wirklich enorm starker Steigung.

Nach dem steilen Stück, das mir ganz schön die Puste nimmt steht man plötzlich auf einem betonierten Zufahrtsweg. Dies ist sie Strasse zur Sauerburg. Die Burg ist im Privatbesitz uns meistens geschlossen.

Man kann beim Tor einen kleinen Blick auf das Innere werfen – eine scht schön erhaltene Burg. Wenn man vor dem Eingangsportal rechts in den Wald geht, kann man ein paar Blicke von außen erhaschen. Es lohnt sich.
. Dort in der Nähe ist auch das klar das Grab des Grafen Waldgraf. Ich gehe den betonierten Weg wieder zurück zu der Stelle, wo ich den steilen Anstieg hatte und wende mich nach links um weiter berauf in den Wald hinein zu gehen. Hier ist sogar der Zuweg zum Rheinsteig ausgeschildert. Diesem folgt man.

Nachdem ich den Feldweg leicht ansteigend nach oben gegangen bin, kommt man auf eine Anhöhen überquert man auf dem weiteren Weg am Bauernhof vorbei, bis man wieder an den Wald kommt. Man ist hier weiterhin auf dem Zuweg des Rheinsteigs. Nach einigen hundert Metern, die man durch den Wald läuft, kommt man an die Kreuzung zum Rheinsteig. An dieser Kreuzung finde ich die Wegangaben nach Kaub, wo angegeben wird, dass es noch 4 km nach Kaub sind.

Nach Lorch zurück wären es 9,3 km, von daher entscheide ich mich kurzfristig nicht nach Kaub zu gehen, sondern spontan einen Rundweg daraus zu machen. Ich entscheide mich erst mal auf einen Höhnweg im Wald zu gehen, in dem ich mich über meine Navigation zur Richtung Lorsch orientiere. Nachdem der Weg nur noch Richtung Rhein und Rhein abseits geht, entscheide ich mich Richtung abseits des Rheins zu gehen. Ich wandere auf kleinen Pfade, navigiere immer Richtung Süden. Laufe nach oben um dann kurz darauf wieder einen kleinen Pfad nach unten Richtung Rhein zu nehmen, um nicht komplett den Anschluss nach Lorch zu verlieren. Hier laufe ich über absolut verlassene Trails abseits der Menschenmassen (die nehmen ja den Rheinsteig) und komme, navigierend wieder auf den Rheinsteig.

Ab hier gehe ich den Rheinsteig Richtung Lorchhausen und Lorch wieder zurück, denn ab jetzt habe ich ohnehin traumhafte Ausblicke auf den Rhein das Rheintal und der Rheinsteig macht seinem Namen wieder alle Ehre.

Er führt hier wieder erst als kleiner Steig, wenig später als breiter Wanderweg, oberhalb des Rheins entlang. Leider wird der Rheinsteig hier echt breit, denn es kommen mir auf dem Weg kontinuierlich E-Bikefahrer:innen entgegen, die nicht verstehen dass es sich hier um einen Wanderweg handelt und keinen Fahrradweg. Leider habe ich dafür kein Verständnis. 

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Der Weg schlängelt sich entlang an Gehegen von Ziegen, bis man um die Kurve kommt und den wunderbaren Ausblick auf die Clemens-Kapelle bekommt. Direkt gegenüber geht es steil den Berg hinunter, ich entscheide mich den abschüssigen Hang im Joggen zu nehmen, netterweise gehen mir die anderen Wanderer freundlich aus dem Weg. Auf der anderen Seite geht es steil wieder den Berg hoch, es steht der Gebetspfad an, dieser führt mich direkt an die Clemens-Kapelle heran.

Von hier geht es auf betonierten Wegen, den Weinbergsstraßen serpentinenartig noch etwas höher bis man an einer Bank den wunderbaren Ausblick auf das Rheintal genießen kann. Pause und genießen. Bisher hatte ich noch nicht wirklich viel Pause gemacht. Der kurze Stop auf der Ruine Waldeck ist schon ein paar Stunden her. Von hier gehe dann auf einem normalen Schotterweg weiter immer in Richtung Richtung Lorch.

Der Weg schlängelt sich durch die Weinberge oberhalb von Neuhausen. Ein wunderschöner Ausblick – es ist einfach ein Traum, diese Etappe gehört ohnehin zu einem der tollsten des Rheinsteigs.

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So langsam habe ich meine 20 km voll und ich merke, dass meine Füße langsam etwas müde werden. Darauf hin raste ich auf einer Weinbergtreppe denn die Tische und Bänke sind alle besetzt. Ein Glück verabschiedet sich auch leicht die Sonne, denn ich habe natürlich vergessen mich einzucremen, da der Weg vorher im Wald war. Es ist immer noch angenehm hell, allerdings ist die direkte Sonneneinstrahlung nicht mehr da.

Der Weg führt weiter an der Burgruine Nollig hinab bis zu einem schönen Aussichtspunkt, der als der schönste Fernblick- Aussichtspunkt 2020 des Rheinsteigs gilt.

Hier geht direkt ein kleines Klettersteig nach unten, heut ist dieser aktuell allerdings gesperrt. Der Klettersteig ist gut zu begehen. Man kommt am Ende über eine kleine Brücke und geht dann in einem kleinen Wasserkanal hinab nach Lorch. Hier ist auch die Umleitung ausgeschildert, wenn man nicht über den Klettersteig gehen möchte.

In Lorch angekommen bin ich überglücklich den Lorch-Sauerthal-Kaub-Weg spontan zu einem Rundweg gemacht zu haben. Hierdurch habe ich mir nicht nur die Rückfahrt mit der Vias gespart, sondern hatte durch die Improvisation und Navigation ein paar neue Wege kennenlernen dürfen und die untergehende Sonne in allen Zügen genossen. Ein sehr schöner und erfolgreicher Tag!

Den GPS Link der Tour findet Ihr wie gehabt hier 
Insgesamt waren es 21 KM, die ich in 5 Stunden absolvierte

2 Gedanken zu “Erlebnisse seitlich des Rheintals auf einem Wisper-Rund-Trail von Lorch nach Sauerthal und über den Rheinsteig zurück

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