Der Eremitenpfad in Bretzenheim

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_50e91Der Eremitenpfad in Bretzenheim nördlich von Bad Kreuznach ist ein Rundweg von circa 9,1 km. Angesetzt ist diese Rundweg mit circa 3 Stunden und einfachen 192 Höhenmetern.

Von Wiesbaden fahre ich über die A 60 Richtung Bad Kreuznach und biege dann nach Norden Richtung Bretzenheim ab. Direkt am Sportplatz gibt es einen großen Parkplatz, an den man kostenlos nutzen kann dieser Parkplatz liegt nördlich von Aldi und Kik, dem Einkaufsgebiet von Bretzenheim.

Von dem Parkplatz aus geht es dann nach Norden über einen Zuweg zu der Felsen Eremitage. Es wird empfohlen den Wanderweg gegen den Uhrzeigersinn zu begehen.

Folgt mir auf den Spuren der Eremiten durch Weinberge des Nahetals ….

Der Weg startet am Anfang von nördlich von der Turnhalle, an einer Firma entlang, in die Felder hinein. Nach wenigen Metern bitte links ab und man geht weiterhin quer durch die Felder hindurch. In der Ferne sieht man schon die ersten Weinberge die auf einer leichten Anhöhe stehen, hier wird sicherlich der Weg nach oben gehen, so dass man die ersten Aussichtspunkte reichen wird.

An einem eingezäunten Grundstück geht es links in die Weinberge hinauf. Heute ist das Wetter leider so schlecht, dass sie tiefer Nebel steht und es nieselt leicht. Die Weinberge sind nach der Lese nun im Winter braun, weit entfernt von den wunderschönen Farben des Herbstes, die noch vor ein paar Wochen waren.

Es läuft sich hier sehr gut, die Wege sind sehr sehr gut ausgeschildert, ich gehe den Weinberg hinauf und an einer Kante entlang wieder hinunter.

Kurz darauf laufe ich auf einer betonierte Straße und biege dann scharf links ab. Hier finde ich wieder einen Schotterweg vor mir, der kurz darauf an der ersten Felsformation zu meiner linken Seite entlang führt. Hier oberhalb der Weinberge erwartet man diese Felsformation nicht, daher ist dieser Weg auch so beeindruckend, denn es kommen immer wieder interessante Blicke die man so nicht erwartet.

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Gerade noch gesagt, dass die Wegbeschreibung ganz toll ist, bemerke ich nach wenigen 100 m, dass ich vom Weg ab gekommen bin. Meine Navigationsuhr zeigt mir an, dass ich dummerweise ein Abzweigung verpasst habe, auch meine App sagt mir, dass ich auf einem falschen Weg unterwegs bin. Daher gehe ich zurück zu der Felsformation, ich denke hier habe ich tatsächlich den falschen Weg eingeschlagen.

Dennoch, der kleine Umweg war es vollkommen wert, denn ich erspähe acht Rehe mitten in den Weinbergen, die, als sie mich sahen, direkt geflüchtet sind.

Aber erst, nachdem wir uns stumm und still stehen in die Augen gesehen hatten … Von hinten sah man dann nur den weißen Popo wackeln und weg waren sie.

Von dem Weg durch die Weinberge geht es eine Treppe hinauf auf einen höher gelegenen Pfad. Die Ruhe und der Nebel hier oben sind wirklich ein kleines bisschen gespenstisch, mein Blick reicht vielleicht 200m bis 300m weit, bevor er sich in den Nebelbänken verliert.

Von hier oben sehe ich die Rehe in den Weinbergen grasen, einige rennen in vollem Tempo über die Felder. Rechts und links des Weges finden sich immer wieder Spuren von Wildschweinen, die hier in dem Dickicht hausen. Der Weg schlängelt sich wunderschön auf einem kleinen Pfad durch dieses Dickicht, bis ich nach einiger Zeit wieder an einem Wirtschaftsweg im Tal herauskomme.

Nach wenigen Metern erreiche ich einen Hof, hier stehen auch Parkplätze für die am Eremitage zur Verfügung. Kurz danach geht links ein kleiner Weg zu der Eremitage ab. 

Die Eremitage ist in der Tat ein Highlight, sie scheint eine der einzigen Formationen in dieser Art zu sein, die man nördlich der Alpen findet. Man rechnet, dass sie auf das Jahr 5 nach Chr. zurückgeht, Eremitagen sind normalerweise Kultstätten oder heilige Plätze, in diesem Falle befindet sich in mitten der Felsformation ein christliches Kreuz.

‚Die Eremitage hier auf diesem Rundweg ist scheinbar von Hand in den Sandstein gehauen. Sie entstand vor christlicher Zeit und ist das einzige Felsenkloster nördlich der Alpen. Man vermutet, dass sie als heidnische Kultstädte diente. Bis in das vierte Jahrhundert nutzten die Römer sie als Tempel des Mietharras-Kultes. Zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert wurde der mystischer Ort cristianisiert in dieser Zeit wurde auch die erste Klause in den Rotenfels gemeißelt. Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche erfolgte bereits im Jahr 1043 – sie war dem heiligen Antonius dem Eremiten geweiht.‘ (Quelle: Grundlage der Ausführungen: Broschüren an der Eremitage vom Touristeninformation der Urlaubsregion, Langenlonsheim-Stromberg)

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Von diesem Weg gehe ich wieder hinunter zu dem vorher von mir begangenen Weg und folge diesem Weg gegen den Uhrzeigersinn in Richtung Campingplatz. Auf dem geteerten Weg treffe ich eine ältere Dame, die mir die Empfehlung gibt, vor dem Campingplatz den Pfad nach links zu nehmen, um hinauf zum Guldenbach-Blick zu wandern. Laut ihrer Aussage ist der Ausblick hier wunderschön, mit einem tollen Blick über die Felder. Aufgrund der heutigen Wetterlage wird dieser Ausblick sicherlich nicht ganz so begeisternd ausfallen, wie sie es formuliert.

Der Wanderweg folgt parallel zum Fahrradweg dem Guldenbach, der Ausblick, den die Dame nannte, war der Guldenbachblick. Kurz vor dem Campingplatz, kommt die besagte Abzweigung. Es geht links ab zum Guldenbachblick

„Der Guldenbach ist ein etwa 32,7 km langer, orographisch linker Nebenfluss der Nahe in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Der Bach entspringt im Staatsforst Sankt Goar als Volkenbach nordwestlich von Erbach auf einer Höhe von 486 m ü. NHN. Auf seinem zunächst generell südwärts gerichteten Lauf fließen ihm zahlreiche kurze Nebenflüsse zu, darunter von links der Erbach. Ab dessen Mündung im Südwesten des Dorfes Erbach wird er Guldenbach genannt.“ (Quelle: http://www.wikipedia.de)

Für mich geht es erst mal wieder etwas steil nach oben, der Waldweg ist aufgrund der Witterung sehr glitschig, oben angekommen führt mich ein Schild nach links auf einem Lehmpfad, der aufgrund der Witterung heute auch extrem rutschig ist.

Ich bin nun wieder fast auf der oberen Höhe und befinde mich am Guldenbach-Blick – von Weitblick ist leider hier oben überhaupt nichts zu sehen. Ich schaue über die Baumwipfel in eine Nebelwand hinein, kann mir allerdings vorstellen dass dieser Ausblick bei Sonne sehr sehr schön sein wird.

Der Steig geht wieder ein kleines bisschen nach oben, auf einem schmalen Waldweg, der voll mit Laub bedeckt ist, und dessen Untergrund aus Lehm bestehen zu scheint. Aufgrund der Witterung ist der Weg extrem rutschig. Ich gehe mit enormer Vorsicht nach oben, da ich hier nicht stürzen möchte. Zwar geht es hier nicht tief nach unten, aber eine Verletzung wäre aufgrund der Witterung zu der Tageszeit hier sicherlich nicht toll.

Anyway, es geht weiter. Oben angekommen, geht der Weg weiter durch den Wald, ich scheine unterhalb der Kante zu den Weinbergen zu laufen, denn der Weg geht am Bergrücken im Wald entlang.

Nachdem ich eine Weile auf diesem Pfad gelaufen bin, komme ich oben an den Weinbergen heraus und laufe links weiter an den Weinbergen und am Bergkamm entlang. Es fängt nun richtig an zu regnen, daher ziehe ich meine Regenjacke an, um durch die Softshell nicht komplett nass zu werden.

Der Weg geht am Bergkamm entlang und führt wieder zurück Richtung Breckenheim, von woraus ich gestartet bin. Bevor ich jedoch wieder in die Weinberge komme, mache ich halt am Rheingaublick, an dem eine schöne Bank steht und die Aussichtspunkte im Rheingau aufgezeigt werden.

Oberhalb der ersten Felsformation gehe ich dann direkt in die Weinberge hinein und laufe den Weg zurück zum Parkplatz, den ich hierher gekommen bin.

Der Rundweg war sehr einfach zu gehen, wenn man die rutschigen Passagen einmal ausser Acht lässt. Diese sind schliesslich der Witterung geschuldet.

Ansonsten ist der Weg schön zu gehen, Highlights sind die Weinberge, die Felsen, die Eremitage und der Guldenbachblick (wenn kein Nebel ist). Ich empfehle den Weg eher im Frühling, Sommer oder frühen Herbst zu gehen, denn dann geniesst man die Natur sicherlich mehr, als im Winter. Das Erlebnis wie die Rehe im Weinberg zu sehen, war heute der Hammer und das Highlight neben der Eremitage.

Meine Navigationsdatei findet Ihr hier

StartpunktWanderparkplatz Kronenberghalle, Winzenheimer Str. 29, 55559 Bretzenheim

Dauer: 2:20 Std.

Länge: 10 km

Höhenmeter: Aufstieg 235m, Abstieg 238m

Highlights: Rheingaublick, Eremitage, Guldenbachblick, Felsformationen, kleine schmale Pfade

weitere Informationen zur Tour findet Ihr ebenfalls auf den offiziellen Seiten.

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