
PR1 Pico Arieiro nach Pico Ruvio
Der Wanderweg von Pico Arieiro nach Pico Ruvio ist ein echtes Erlebnis und sollte jeder einmal ausprobiert haben, die auf Madeira Urlaub macht. Der Weg ist nicht ganz einfach zu bewandern und bedarf ein wenig Kondition. Es gibt Leitern und Treppen, die man neben den steilen Aufstiegen bezwingen muss.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Wanderung zu begehen, eine der Möglichkeiten ist mit dem Bus von Funchal zum Pico Arieiro hinauf zu fahren, dann die Wanderung zu beginnen, über den Pico Ruvio zu wandern und dann letztendlich weiter zu wandern nach Achat do Teixeira, wo man mit dem Bus wieder zurück nach Funchal fahren kann. Diese Wanderung beträgt circa 10 km.
Da ich einen Mietwagen habe, fahre ich von Funchal nach Pico Arieiro wandere zum Pico Ruvio und wandere dann wieder zurück zum Pico Arieiro. Dadurch nehme ich fast die doppelte Strecke auf mich, die ein Wanderer absolviert, wenn er nur einfach läuft. Was ich mir damit antue, weiss ich bei meiner Planung bisher noch nicht …
Allerdings starte ich morgens sehr früh und habe dadurch die Möglichkeit, die Bergwelt in unterschiedlichen Zeitpunkten zu genießen.
Ich starte morgens sehr früh, während es noch in der Dämmerung ist, und fahre die Serbentienen zum Pico Rubio hinauf.
Vor mir befinden sich auf dem Weg nach oben einige Feuerwehrautos, die portugiesischen Bombadieros die scheinbar ebenso zum Gipfel hinauf fahren. Oben angekommen sind die Parkplätze direkt unterhalb des Restaurants schon komplett vergeben und ich entscheide mich auf dem unten liegenden Parkplatz zu parken und die 800 m zum Gipfel hinauf zu laufen.
Es ist circa 8:00 Uhr morgens zuerst gehe ich zum Aussichtspunkt direkt an der Satellitenkuppel und mache mir ein Bild von meiner heutigen Tour. Ausgestattet mit ausreichend Wasser und Nahrungsmittel trete ich meinen Weg an.
Zuerst geht es über ein Gratweg leicht abschüssig hinunter hier und da immer mal wieder ein paar Treppen, aber der Weg ist wunderbar zu gehen. Der erste Ort, an dem ich ankomme, ist der Aussichtspunkt Miradouro do Ninho da Mahta, von dem man einen wunderschönen Blick in die Täler rund um den Gipfel hat.





Weiter geht es dann über kleine enge Treppchen hinunter, bis ich durch ein kleines Felsentor, hinter dem wenig später der erste Tunnel beginnt.




Der Weg bahnt sich am Felsen entlang wunderschön sein Weg, immer wieder durch, schreite ich kleine Tunnel gehe steile Treppe hinauf und hinunter, bis ich nach einem längeren Tunnel und einem wunderschönen Felsenweg, bei den ersten Metalltreppen ankomme. Hier bin ich schon ordentlich außer Atem, und nun geht es auch noch steil bergauf. Wie zu erwarten war, staut es sich an den Treppen. Dadurch dass ich so früh unterwegs bin, kommen uns zumindest keine Wanderer entgehen.
Denke ich, aber mitten bei den Stalltreppen kommen uns schon die ersten Wanderer wieder entgegen. Wann immer diese losgelaufen sind. Sie scheinen bei Nacht gelaufen zu sein, um auf den Pico Ruvio den Sonnenaufgang zu erleben. Am Ende der Metalltreppen, gibt es erst einmal eine kleine Rast. Auf einem Grat, von dem man ebenfalls einen wunderschönen Ausblick auf die Berge hat. Hier knubbelt sich natürlich einiges, denn die meisten, die von der Treppe außer Atem sind, holen hier noch mal Luft, machen kurz Rast, trinken etwas und essen etwas.

Ab hier geht es geht es erst mal wieder bergab und später dann auf einem Pfad am Berg entlang. Dann geht es bergauf, hier findet man den „toten Wald“, die Bäume haben eine weisse Farbgebung, es sieht richtig gespenstisch aus.

Am Ende des Aufstieges kommt man an der einzigen Hütte heraus, an der man sein Wasser auffüllen kann und in der Hütte ein paar Kleinigkeiten kaufen kann. Sie befindet sich gleich unterhalb des Gipfels. Hier gibt es Toiletten, man kann sein Wasser kostenlos auffüllen und wer gerne eine Limo haben möchte, kann sich hier von einer kleinen Auswahl bedienen. Es ist nun schon Mittagszeit, und man merkt, dass die ersten Busse über den kürzeren Aufstieg von Teixeira ebenfalls angekommen sind. Daher beeile ich mich und mache den letzten Aufstieg zum Peak, um den Ausblick dort oben genießen zu können.
Es ist extrem voll, viele instagramme, viele Drohnen fliegen. Fliegen über den Köpfen, kein wirklich angenehmes Highlight nach so einem kräftezehrend den Aufstieg. Aber das gehört nur auch einmal dazu, Madeira ist nun mal ein Urlaubsparadies und diese Tour eines der Highlights für wandernde und nicht wandernde Touristen. Nachdem ich mich circa eine halbe Stunde auf dem Gipfel aufgehalten habe, den Ausblick etwas abseits der Menschenmassen genossen habe, mache ich noch meine Bilder und trete dann den Abstieg an.
Würde ich jetzt nach Teixeira wandern, hätte ich einen angenehmen, abschüssigen Weg vor mir, der am Parkplatz endet von dem aus man ein Bus wieder zurück nach Funchal nehmen könnte. Würde ich … aber es kommt anders 🙂

Ich allerdings habe es mir anders ausgesucht, für mich geht der Weg wieder komplett zurück mit der Erschwernis, dass immer wieder Touristen den Weg nachkommen. So stapfe ich erst mal vom Gipfel hinab zur Hütte, fülle dort mein Wasser auf, gehe noch einmal auf Toilette und trete dann meinen Abstieg durch den toten Wald an. Als absteigender, warte ich natürlich, bis die Aufsteigenden auf den schmalen Faden ihren Weg gemacht haben. Dadurch verliere ich natürlich enorm viel Zeit. Zudem merkt man auch hier wieder den Egoismus einiger „Wandersleute“ , die einfach nur drauf losgehen, ohne auf die Anderen Rücksicht zu nehmen.
Ich bin schon etwas groggy, denn das morgendliche Aufstehen und die Treppen am Anfang haben mich schon ganz schön geschlaucht. So muss ich nun den Weg zurück die Treppen, die ich nach unten gegangen bin nach oben gehen. Mir graut schon davor an der letzten Etappe anzukommen. Ich stopfe hoch zum Gratweg, wo ich vorher noch Pause gemacht habe, und stehe dann an den Metalltreppen, über die weitere Wanderde nach oben kommen. Wir arrangieren uns und so kann ich auch diese Etappe gut absolvieren, laufe auf dem Felsenweg ganz gemütlich, bis ich an die Tunnel komme. Ein Glück sind diese Tunnel breit genug, so dass Wandernde, auch im Tunnel gut aneinander vorbei kommen.
Nun stehe ich vor der ersten Treppe, wo es nach oben geht, meine Schenkel und meine Waden brennen, ich bin außer Atem und stopfe einen Schritt nach dem anderen die Treppen hinauf. Hier merkt man, dass der Besucherstrom schon wieder etwas abnimmt, weniger Leute kommen mir entgegen und ich wechsle mich mit einigen anderen Wandenden ab, die Führung der Gruppe zu übernehmen.
Der Nebel zieh auf und die letzten Meter werden zu einer echten gespenstischen reise. Es ist toll, es kühlt ab und es ist echt mystisch. Einige Drohnenflieger machen Aufnahmen, in dem sie die Drohne in den Nebel fliegen und dann wieder hinaus. Ich wäre echt mal dran interessiert, wie das auf de Video herauskommt. Vielleicht eine Option für die Zukunft. Hier auf Madeira llohnt sich . so nervig die Dinger sind . einer Drohne allemal, denn man kann hier gigantisch gute Aufnahmen an den Bergwänden machen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit komme ich an dem ersten Ausblick wieder heraus, sehe bereits die Kuppel des Gipfels von Pico Arieiro, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn auch hier geht es weiterhin Berg auf, entweder durch Treppen oder durch steile Pfade.

Ab hier sind die Pfade natürlich sehr gut mit Steinen besetzt, wann läuft nicht auf einem Schotter oder auf einem Staubweg, sondern es ist ein sehr angenehm zu gehende gepflasterte Weg. Nichtsdestotrotz geht es ordentlich nach oben, und nach einem ganzen Tag, der mir schon in den Knochen steckt, ist es gar nicht so einfach. am Ende bin ich froh das ich den Aufstieg gemacht habe, und auch den Weg zurück gemacht habe, denn durch die verschiedenen Zeiten und Sonnenstände hat man immer wieder unterschiedliche Blicke auf die Felsentäler und Berggipfel drumherum.


Das war schon ein echtes Erlebnis, und ich muss sagen am Ende, war dies einer der wunderschönsten Wanderung, die ich bis dato gemacht habe. Ich kann tatsächlich nur empfehlen diesen Weg, auch wenn man nicht so wandert, wie ich, zu machen und hier gegebenenfalls die Einwegvariante zu wählen, damit man nicht den Kräftezehrenden Aufstieg am Ende am Rückweg hat.
Hier die Impressionen. des Tages in einer Diashow…
Startpunkt: Parkplatz unten, Parkplatz oben
Dauer: 7:40 Std
Länge: 15,3 km
Temperatur: 12 – 26 Grad
Höhenmeter: 1.160 hm
Highlights: ALLES .. Ausblick, Gefühl, Bergwelt, Wolken, Blick, Meer, Erlebnis, Schmerzen
Die GPX Dateien der Tour zur Navigation findet Ihr auf Komoot hier


















