Auf den Spuren der Neuborn-Quelle und tolle Rastplätze in den Weinbergen Rheinhessens

Neuborn (Hiwweltour)

Auf dem Weg kann man den Burgunderturm entdecken, die Rheinhessischen Weinberge geniessen, und die Neuborn-Quelle ergründen. Es geht über Felder, durch Weinberge, man bewältigt leichte Anstiege und moderate Abstiege. Eine schöne Tour gerade im Frühjahr, Sommer oder Herbst vor der Weinlese.

Der Rundweg startet am Wanderparkplatz Neuborn 1 in Wörrstadt, an dem ebenfalls ein Grillplatz und eine kleine Hütte ist.

Ich gehe den Rundweg gegen den Uhrzeigersinn nach rechts, gehe auf einem kleinen Trampelpfad und komme dann mit ein paar Schlenkern oberhalb des wunderschönen Naturschwimmbades Neubornbad in Wörrstadt heraus. Der Weg geht hoch zur Umgehungsstraße und folgt unterhalb der ersten Häuser von Wörrstadt der Bundesstraße.

Das heutige Wetter ist mit 6-8° C eher kühl aber angenehm zu laufen. Es ist ein leicht nieseliger Tag, die Sicht ist etwas nebelig und eingetrübt aber zumindest regnet es nicht stark.

Nach dem Weingut Weinmann, indem übrigens ein Weinautomat steht, in dem ihr Euch einen schönen Wein und die dazugehörigen Gläser ziehen könnt. Das lohnt sich, denn auf den nächsten Kilometern gibt es mindestens 3 schöne Rastplätze mit toller Sicht, an denen man den Wein inmitten der Weinberge genießen kann.

Hinter dem Weingut geht es links ab durch die Weinberge Richtung Burgunderturm. Hier ist man auf dem Höhenzug oberhalb von Rommersheim, hat einen tollen Fernblick und läuft durch den Wingert und durch die pure Natur.

In der Ferne sieht man, für Rheinhessen typisch, die Windräder, die auf den Bergkämmen stehen. Der Burgunderturm ist heute geöffnet, daher gehe ich auf die oberste Aussichtsplattform. Von hier hat man einen wunderschönen Blick über die Weinberge und die Äcker, die sich hier abwechseln.

Natürlich sind die Weinberge jetzt im Spätherbst nicht mehr mit Trauben behangen, manche sind teilweise sogar schon zurückgeschnitten. Das Bild was sich hier bietet, ist eher braun / grau, in Kombination mit dem Nebel natürlich etwas düster. Dennoch ist der Weg sehr angenehm zu gehen. Auf Feldwegen gehe ich zwischen Weinbergen und Äckern entlang.

Nachdem ich mich eine Zeit durch die Weinberge geschlängelt habe, komme ich an dem „Schutzhäuschen der Landfrauen Wörrstadt“ vorbei, neben dem einige Bankbänke und Liegen stehen. Von diesen hat man einen traumhaften Blick auf die gesamte Gegend. Deswegen heißt dieser Rastplatz wahrscheinlich auch ‚Schöne Aussicht‘.

Ich sehe von hier auch schon, wo der nächste Aussichtspunkt ist, ich muss den Weinberg hinunter gehen und auf der anderen Seite nach oben. Dort befindet sich eine Erhöhung auf der eine lange Bank steht, von der man einen wunderbaren Blick auf Rommersheim, auf die umliegenden Äcker und Weinberge hat.

Wie auf allen Hiwweltouren ist der Rastplatz sehr sauber, verfügt über einen Mülleimer und sogar ein Kasten, in dem man seine leeren Weinflaschen stellen kann. Der Blick von hier aus ist traumhaft, man hat einen tollen Rundum-Blick. Ich stehe auf dem Greifenberg, den gleichen Namen trägt der Rastplatz.

Der Weg führt mich hinunter zur Eisenbahntrasse, auf der die Nahverkehrsbahn fährt. Ich gehe in ein kleines Wäldchen hinein und gehe zwischen Eisenbahntrasse und einem kleinen Weiher entlang. Nachdem ich an den Weiher herauskomme besteht die Möglichkeit rechts abzubiegen Richtung Wallertheim oder Sulzheim. Mein Weg führt mich allerdings linke entlang, vorbei am Rommelsheimer Bach zwischen Schrebergärten und Hühner-Gehegen, in denen sogar Vogel Strausse leben.

Ich gehe durch den süßen Ort Rommersheim, an der Kirche vorbei und der daneben stehenden grossen Gedächniseiche. Auf meinem Weg komme ich an wunderschönen alten Fachwerkhäusern vorbei. Nach einiger Zeit geht der Weg dann rechts ab erneut in den Wingert hinein. Oben heraus komme ich an einer schönen Bank, der Rastplatz Lorlenberg, von dem aus man einen tollen Blick über Rommersheim hat.

Auf dem Höhenweg geht es für mich dann weiter, bis es rechts erneut abgeht, hoch hinauf zu dem steinernen Kreuz, dem Sühnekreuz von Rommersheim. Hier verläuft ebenfalls der Camino nach Santiago, dem Pilgerweg schlechthin.

Für mich geht es weiter durch die Weinberge, über die Landstraße hinüber wieder hinauf Richtung Wörrstadt. Der Weg führt mich mittlerweile an den Weinbergen vorbei an Ackerflächen, vorbei über den Höhenzug auf der gegenüberliegenden Seite vom Burgunderturm.

Es fängt mittlerweile etwas mehr zu nieseln an, was nicht schlimm ist, denn ich habe tatsächlich nur noch wenige Meter zu gehen. An einer kleinen Bank biegt der Weg links ab in den Wald hinein. Direkt vor mir erscheint ein kleines Gemäuer, was so aussieht wie ein Schießstand. Hoffentlich ballern Sie hier nicht heute wieder. Ich bin überhaupt kein Fan von der Sport-Schiesserei. Kurz nach dem Schießstand komme ich an der Neuborn Quelle vorbei. Von hier aus sind es nur noch 300 m bis zum Wanderparkplatz. Unterhalb der Waldgaststätte Neuborn geht der Weg weiter bis zum Wanderparkplatz.

Von hier aus gehe ich zurück zu den Sportplätzen, um mein Auto zu holen um mit dem Ritual der „Wanderkartenreinigung“ offiziell meine Tour zu beenden.

Die Tour ist kurzweilig, bietet eine geringe bis niedrige Schwierigkeit. Gute Wege, tolle Fernblicke und schöne Rastplätze. Ich komme im Sommer wieder 👍🏻

Meine Tour könnt Ihr (inklusive Fahrt zurück zum Weingut, denn ich habe meine GPS Uhr zu spät ausgemacht) wieder bei Komoot herunterladen.

Auf meinem Rückweg fahre ich erneut am Weingut Günter und Ute Weinmann vorbei und kaufe noch eine Auswahl an Wein. UNADJUSTEDNONRAW_thumb_50d5bDas Weingut macht auf mich einen sehr guten Eindruck, Label, Angebot, Präsentation und Anspruch der Winzer an ihre Arbeit sind wirklich stimmig und zeugt von Leidenschaft für Ihr Produkt.

Die Winzerfamilie stammt teils aus der Pfalz und teils aus Rheinhessen. Darauf basiert Ihre Philosophie. Sie Kreieren Weine aus beiden Welten und vereinen diese Welten in ansprechenden Cuvees. Das Schöne ist – sie sprechen offen darüber… das ist authentisch und das finde ich gut.

Ich kaufe Scheurebe, Weißburgunder, Riesling, Spätburgunder, ein Cuvee aus Weißburgunder und Chardonnay. In den folgenden Wochen habe ich die Weine verkostet und kann sie echt empfehlen! Absolutes Highlight ist der Sonntagswein Weissburgunder 2019er vom Sulzheimer Schildberg. Leider eine Lage, durch die man nicht auf der Tour wandert, aber trotzdem ein megaleckerer WB!

Ein Auszug aus der Webseite bestätigt meinen äußerst liebevollen Eindruck: „Damit Sie nicht denken, Sie bekommen von uns nur zweite Wahl. Begriffe wie Handlese, selektiert, besondere Sorgfalt, Terroir, Leidenschaft, Herzblut, Maischestandzeit, gesundes Lesegut, Entblätterung, Trauben teilen, grüne Lese, Sauberkeit, Barrique, Spontangärung, Ertragsreduzierung sind für uns selbstverständlich und nicht extra erwähnenswert. Wir sind ein junges Team, welches sein Handwerk lebt und liebt.“ [Quelle: https://www.mein-weinmann.de%5D

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4 Gedanken zu “Auf den Spuren der Neuborn-Quelle und tolle Rastplätze in den Weinbergen Rheinhessens

  1. Hallo,
    die Wandertour Neubornquelle gefällt mir gut! Schöner Blog! Dies scheint ja eine Erweiterung einer Hiwweltour zu sein?
    Hast Du dazu auch den Tourenverlauf auf einer map?
    Liebe Grüße
    Heidi

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