Der Monreale Ritterschlag in der Eifel

Der Monreale Ritterschlag – zwei Burgen, eine historische Altstadt und viel Natur

Der Monreale Ritterschlag ist ein wunderschöner ca.: 16km langer Rundweg in der Eifel. Auf seinem Verlauf durchquert man Wälder, Felder und wird mit einem tollen Städtchen und fachwerkromantik belohnt. Über dem Städtchen Monreal trohnen die Philippsburg und die Löwenburg, die den Ausflug zu einem echten Erlebnis machen. Folgt mir auf meinem Weg in der Eifel … auf den Spuren der Monrealer Ritter.

Ich befinde mich in der Eifel, genauer gesagt auf dem Traumpfad ‚Monrealer Ritterschlag’, einem Rundweg in der Nähe von Mayen. Also, ich befinde mich in dem kleinen Örtchen Monreal. Der Rundweg, den ich gehen werde hat eine Länge von circa 13,9 km. Auf dem Wanderweg werde ich durch einige schöne Täler, einige Höhenwege und zwei Burgen treffen.

Ich fahre von Wiesbaden nach Monreal. Die Anfahrt ist ganz einfach über die A61, dann bei Mendig abfahren und der Bundesstrasse folgen.

In Monreal angekommen kann mein Fahrzeug wunderbar am Parkplatz am Bahnhofparken, es macht überhaupt keinen Sinn irgendwo in der Stadt zu parken, denn am Bahnhof stehen genug Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Von hier aus sind es gerade einmal 600 m, um in die Altstadt Montreals zu kommen.

„Die ältesten erhaltenen Siedlungsspuren in Monreal stammen aus vorchristlicher Zeit. Urkundlich erstmals erwähnt wird es 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von Virneburg ihren Einflussbereich auf die kleine Siedlung aus. Der Mode der Zeit entsprechend verwendeten sie von nun an den französischen Namen „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name „Monreal““…. „Der Ort mit seinen beiden Burgen – der Löwen- und Philippsburg – wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen und 1689 im Pfälzer Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand im Ort eine bedeutende Tuchindustrie, gestützt auf die Wolle der großen Schafherden der Eifel. Viele Fachwerk- und Bruchsteinhäuser zeugen noch vom einstigen Wohlstand der Monrealer Tuchmacher.  In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die Tuchherstellung wegen der starken internationalen Konkurrenz ihren Niedergang. Für den Ort war dies fatal, Monreal verarmte. Erst in den 1930er Jahren erholte sich Monreal, als man begann, den Reiz der romantischen Eifel zu schätzen. Die imposanten Bauten der Tuchmacher bilden einen idyllischen Ortskern. Ein Zeugnis spätgotischer Steinmetzkunst findet sich auf der mittleren Elzbrücke in Monreal: das Löwendenkmal. Ab dem Ende des 15. Jahrhunderts stand es zunächst vor den Toren der großen Burg. Wegen der vier Löwen, die die Zufahrt zur Burg „bewachten“, nannte man die große Burg später auch „Löwenburg“.“ (Quelle: Wikipedia)

Über den Traumpfade Zuweg, der seitlich des Elzbaches verläuft, erreicht man erst mal das Städtchen Monreal, Von hier aus geht es über eine Brücke und durch einen Torbogen, bevor man ein kleines bisschen durch das Dorf geht und dann kurz hinter dem alten Pfarrhaus links abbiegt.  Hier führt eine Treppe unterhalb der Bahnschienen hindurch. 

Hier ist man schon auf dem Pfad hinauf zur Philippsburg, dies ist allerdings noch der Zuweg zum eigentlichen Traumpfad, der Hauptweg wird erst etwas weiter oben erreicht und man geht dann entsprechend von der Philippsburg zur Löwenburg hinüber. Im weiteren Verlauf der Tour geht es dann weiter durch Wälder rund um Monreal herum.

Die Philippsburg ist eine tolle Burgruine, mit einem wahnsinnigen Blick auf Montreal und die gegenüberliegende Löwenburg, die oberhalb von Montreal liegt. 

„Die Philippsburg wird im Volksmund auch „das Rech“ (Reh) genannt und wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Bezüglich ihrer Existenz gibt es zwei unterschiedliche Thesen: Die erstere geht davon aus, dass die Phillipsburg lediglich als Vor- bzw. Außenwerk der Löwenburg erbaut wurde, nach der anderen soll die Burg laut der örtlichen Überlieferung jedoch als „Antwort“ Philipps von Virneburg auf den unerlaubten Bau der Löwenburg durch seinen Bruder  Graf Hermann III. von Virneburg erfolgt sein. “ (Quelle: Wikipedia)

Ich habe Glück, der bei der Ankunft eingesetzte Nieselregen hat aufgehört, die Sonne kommt wieder heraus und erstrahlt die beiden Burgen in einem schönen Licht. Von der Philippsburg geht es für mich weiter nach oben, wo ich auf den Schnittpunkt des Traumpfades stoße. Ich gehe den Traumpfad im Uhrzeigersinn d.h. meine nächste Station wird die Löwenburg sein. Auf einem schönen kleinen Pfad geht es nach Westen zur Löwenburg. Der Weg ist breit und angenehm zu gehen, wird allerdings nach einigen Metern zu einem schmalen Steig. Kurz vor der Löwenburg geht links ein steiler Pfad hinauf. Dort oben befindet sich eine Bank, wo man rasten kann. Von hier oben aus hat man einen traumhaften Blick von oben auf die Löwenburg, der Traumpfad allerdings führt unter diesem Aussichtspunkt direkt zur Löwenburg durch.

„Die Spornburg wurde 1229 erstmals urkundlich erwähnt. Als ihr Erbauer gilt Graf Hermann III. von Virneburg, der die Anlage pikanterweise nach einem Teilungsvertrag auf dem Grund und Boden seines Bruders Philipp erbaute. Der dadurch entstandene Bruderzwist wurde jedoch später in einem Vergleich beigelegt, durch den Philipp seine Rechte an der Region an seinen Bruder abtrat. Die Löwenburg ist auch als Burg Monreal bekannt.“ (Quelle: Wikipedia)

Nachdem ich die Löwenburg besichtigt habe, geht ein steiler Pfad wieder nach Monreal hinunter. Ich komme wieder an dem Punkt am Pfarrhaus an, wo es über die Brücke geht und ich gehe jetzt weiter im Uhrzeigersinn. Ich bemerke, dass ich das Ende der Tour nun zu Anfang gemacht habe und denke, dass ich das Highlight bereits vorweggenommen habe. Aber die Tour wird noch sehr schön, lest selbst …

Der weitere Weg führt mich durch Monreal hindurch, ich gehe durch kleine Gässchen, über die Hauptstraße, über eine schöne kleine alte Brücke, ein wirklich schöner Rundgang durch die Stadt. Von hier aus geht es dann weiter nach Westen aus der Stadt hinaus auf Schotterwegen.

Auf meinem Weg aus dem Dorf komme ich an Forellenteichen vorbei. Hinter Einfamilienhäusern entlang, geht es parallel zum Elzbach auf einem Wiesenweg, bis ich in ein weiteres Wohngebiet komme, wo ich bis zu Ende durchlaufe.

Nach dem Wohngebiet westlich von Monreal geht es über einen kleinen Bach, dem Trillbach und dann auf einem kleinen Steig den Bergrücken hinauf. Vorsicht, hier kann es sein, dass einem auch Mountainbiker:innen entgegen kommen, denn am Ende direkt am Bach wurde eine Schanze für Biker aufgebaut, dementsprechend sollte man ein kleines bisschen vorsichtig sein.

Der Steig hat schon ein kleines bisschen alpinen Charakter, er ist an manchen Stellen sehr schmal und nicht befestigt, so dass hier Trittsicherheit gefordert ist und auch Kondition, denn er geht sukzessive nach oben. Am Bergrücken entlang folgt man bachaufwärts dem Elzbach.

Ab hier kommt man in die totale Natur, man läuft auf einem Feldweg oberhalb des Tals in Richtung Süd-Westen entlang, entfernt sich ein wenig von der Burg aber am Ende des Weges biegt man scharf rechts auf den Bergkamm ab. Von dieser Kreuzung aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Philippsburg.

Obwohl es heute Morgen einige starke Regenfälle in dieser Region gab und es ohnehin auch Regen angesagt war, hält sich das Wetter recht wacker. Als ich den Aufstieg zur Philippsburg beging nieselte es noch ein wenig, aber schon spätestens auf der Philippsburg kam die Sonne wieder raus. Hier ist nun der Himmel sehr bewölkt, die dunklen Wolken lassen auf Regen schätzen, aber es hält sich noch wacker. Die Temperatur liegt bei circa 27°, es ist heiß und schwül.

Der Pfad geht durch eine wunderschöne Wächte den Berg hinauf. Dadurch dass heute das Wetter sehr bewölkt ist und Regenwolken über mir stehen ist es im Wald recht dunkel und leicht gespenstisch. Gerade in der Wächte, wo man noch mal umbringt ist von zwei Erhöhung links und rechts, kommt einem das schon etwas spooky vor. Am Ende dieser Wächte kommt man auf einem Höhenweg und geht dann über sich schlängelnde Waldpfade. 

Es fängt an zu regnen, die Regenfront hat mich eingeholt. Selbst im Wald merke ich, dass der Regen recht ordentlich prasselt, dummerweise komme ich kurz danach auf eine Lichtung und muss dann ein Tal umrunden und das am Rande des Waldes, daher kriege ich schon einiges an Regen ab, es ist aber noch nicht so schlimm wie ich dachte. Nach einigen 100 Metern macht der Weg eine 180° Kehre und ich gehe auf einem höher gelegenen Weg wieder das Tal zurück.

Beim Blick zurück fällt mir auf, wie dunkel die Wolken waren, aus denen der Regen kam. Natürlich habe ich einiges an Regen abbekommen, fühle mich allerdings nur schwitzend von innen nass, von außen haben meine Regensachen nicht gut geschützt. Beim Blick auf die dunklen Wolken am Horizont bin ich allerdings dankbar, dass mich der Regen verschont hat, denn die tief dunkle Wolke hängt jetzt bereits über den Burgen und da bin ich ja schon lange nicht mehr. 

Ich bin nun auf einem Höhenzug im vermutlich Westen der Burgen und schaue auf wunderschöne Landwirtschaft – Weizenfelder, Gerstenfelder und saftige grüne Wiesen. Die Beschilderung deutet mir dass ich nur 2 km vom Thürelzblick entfernt bin. Der Bauernhof liegt jetzt bereits schon 3,2 km hinter mir. Der Höhenweg führt mich vorbei an eine Obstplantage, ich hielt es von weiter unten noch für Wein, je näher ich komme desto eher merke ich dass meine Vermutung vollkommen falsch war.

Hier oben auf dem Juckelberg, gibt es eine Bank, von der aus man einen wunderschönen Fernblick hat. Von hier aus sehe ich natürlich auch die dunkel schwarzen Wolken, die sich nun über Montreal und weiter im Osten über den Dörfern hängen.

Ich laufe an der Bank vorbei und komme auf dem Höhenzug an einem riesigen Rinderstall vorbei und später darauf an der Landstraße heraus. In diesem Moment bekomme ich von meiner Nina App die Warnung, dass in Kürze in meiner Region starke Gewitter und Starkregen vorausgesehen werden.

Ich schaue mich um, schau ins Tal und sehe die tief hängenden schwarzen Wolken. Allerdings sehe ich auch von Westen weitere tiefdunkle Wolken auf mich zukommen. Ein bisschen mulmig ist mir schon, daher gehe ich ein bisschen schneller, weil ich aktuell nicht einschätzen kann, wie schnell die Wolken ziehen, in welche Richtung und was sie alles mit sich bringen. Ich habe zwar meine Regenklamotten dabei, aber auf Gewitter habe ich keine Lust.

Ich entscheide mich nach wenigen 100m meine Regenjacke wieder anzuziehen, denn der Regen wird nun sehr viel stärker. Nach einiger Zeit, über Pfade und über Forstwege, merke ich, dass sich der Regen ‚eingeregnet’ hat. Auf kontinuierlich hohem Niveau plätschert es nur durch die Bäume und ich bin froh, dass ich meine Regenjacke dabei habe. So lange kein Donner und kein Blitz dazu kommen, bin ich vollkommen entspannt. Ich muss jetzt so ein kleines bisschen aufpassen auf den kleinen Pfaden, dass ich nicht wegrutsche und mir irgendwas tue, denn das ist der Nachteil wenn man solo-wandert /alleine wandert – man hat kein Back-up der/die Hilfe holen kann.

Ich befinde mich nun auf einem Forstweg, und verpasse den Aussichtspunkt Thürelztalblick, denn einerseits regnet es sehr stark, andererseits ist die Bank mit Wanderern besetzt, die sich mit Regenschirm vor dem Regen schützen. Ich laufe schnurstracks vorbei, kann den Ausblick nicht wirklich genießen.

Nach einem steilen steinigen Pfad, den ich ins Tal folge und der einige Holztreppen aufweist, damit man die Steile überwinden kann, komme ich unten an einem Waldpfad an, dem ich sehr lange oberhalb des Thürelztals folge. Nach einer Bahnunterführung geht es direkt links scharf ab über den Bach hinüber und auf der anderen Seite den Hang wieder nach oben.

Ich fühle mich gut, der Regen nimmt zu, aber noch ist alles prima. Meine Schuhe sind zwar schon ordentlich nass, halten aber den Regen von meinen Socken fern. Meine Shorts ist leider auch schon ziemlich durch weicht, wenig später sind meine Socken auch nass, aber scheinbar mehr von dem an meinen Beinen herunter laufen im Wasser als durch das Wasser, dass durch meine Schuhe kommt. Die sind normalerweise nämlich sehr dicht und tragen mich zuverlässig über alle Wege. Nach dem Abstieg komme ich erneut an die Bundesstraße, die nach Monreal führt.

Von hier aus geht es dann am Waldrand entlang bis man wieder auf einen kleinen Waldpfad endet, der hoch und runter geht. Ich gehe hier nun oberhalb des Bachlaufs über einen Felskamm, der Weg ist toll und ganz natürlich. Ich bin jetzt nicht mehr weit von der Brücke entfernt, die als Sehenswürdigkeit ausgeschrieben ist. Ich bin gespannt was mich dort erwartet.

Ich überquere den Bach und stehe in einer alten Mühle, der Augstmühle, die scheint noch jemand zu bewohnen und ich glaube hier kann man tatsächlich noch ne ganze Menge draus machen. Der Pfad führt an der Mühle vorbei zwischen Bach und Bundesstraße und nach wenigen Metern stehe ich vor besagter Brücke und bin ganz angetan, es ist in der Tat eine echte süße Holzbogenbrücke.

Nach der Brücke gehe ich links an dem Sportplatz vorbei und biege direkt auf dem Schotterweg links ab. Kurz darauf geht der Pfad rechts steil den Berg hinauf.

Man erklingt erneut einen Kamm und kommt oben auf Feldern oberhalb von Montreal heraus. Ich gehe weiter durch die Felder, folge dem Traumpfad und werde nach einigen 100 m wieder rechts in den Wald auf einen kleinen Steig gelotst. Nach wenigen Metern komme ich an einen Felsvorsprung, von dem aus ich einen traumhaften Blick sowohl auf die Phillipsburg als auch auf die Löwenburg habe.

Den Pfad/Steig weiter folgend komme ich dann wenig später an der Kreuzung heraus, wo ich wieder nach Monreal hinab steigen kann. Am Pfarrhaus angekommen gehe ich über die Brücke zurück zu meinem Auto am Bahnhof. Alles in allem war der Weg für mich nun circa 16,4 km lang, ich habe ihn innerhalb von 4 Std. 05 geschafft.

Mir ist nun zwischenzeitlich ziemlich kalt, aber ich bin froh, dass ich den Weg unbeschadet geschafft habe. Es gab einige Stellen die aufgrund des Regens sehr sehr rutschig waren, man musste auf den Kammwegen über glatte Felsen gehen, und so bin ich froh, dass ich gesund wieder zurück bin. Am Auto angekommen ziehe ich mir erst einmal trockene Klamotten an, gleich in meinen Flüssigkeitshaushalt auf und fahre zurück nach Wiesbaden.

Mein Fazit zu diesem Traumpfad: definitiv machen, aber darauf achten, dass man ihn bei Sonne begeht. Die Gefahr bei Regen ist enorm und schmälert natürlich auch den Genuss bei den Ausblicken und der Besichtigung der Burgen.

Den Kommot Track findet Ihr hier

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