bunte Steine auf dem Weg, eine Burg, ein Steig und saftige Auen • der Buntsandstein- Rundweg bei Nideggen in der Eifel

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Die Buntsandstein-Route ist normalerweise ein Zubringerweg zum Eifelsteig. Allerdings kann man diesen Weg genauso als einen schönen Rundweg begehen. Dies habe ich an einem bedeckten Sonntag getan.

Unterwegs genießt man wundervolle Eindrücke entlang der markanten Buntsandstein-felsen, die diesen Abschnitt des Rur-Tals charakterisieren. IMG_7667

Nach einem Aufstieg zur Burg und der Kirche St. Johannes Baptist, der Überquerung des Nideggen-Bachs wandert man über kleine Pfade zwischen Nideggen und Nideggen -Rath entlang, durchquert das Hindenburgtor, wandert durch die Rurauen, vorbei an Gut Kallerbend zurück zum Ausgangspunkt Nideggen-Brück.

Meine Erlebnisse auf diesem Rundweg und was mir dort alles passierte könnt Ihr in meinem Bericht erfahren.

Wieder einmal ein kleiner Rundweg von ca.: 14 km in der Eifel bei Nideggen. Gestartet wird am Bahnhof Nideggen-Brück, von hier aus geht es über die Rur-Brücke auf die andere Seite. Kurz nach der Brücke rechts scharf abbiegen und den steilen Pfad nach oben steigen.

Hier pumpt man auch gleich schon und ich erreiche im Nu meine Betriebstemperatur, wenn auch die Temperatur angenehm bei ca.: 18 °C liegt. 

Der steile kleine Steig endet an einem Wirtschafts-Weg, der rechts weiter flach bergauf geht. Ich folge dem Weg und kann gleich schon wieder verschnaufen, denn – wie immer an Anfang – war ich euphorisch und zu schnell unterwegs. Das peitschte meinen Puls mal kurz in die Maximalwerte.

Der Weg ist extrem breit und es tat gut hier die Muskeln wieder zu entspannen, denn nach dem Aufstieg und dem letzten Tag an der Mosel, brannten meine Muskeln schon beim Aufstieg auf den kleinen Steig. Hier scheint der Rundweg nicht ganz so gut ausgeschildert, denn kurz hinter der Hütte (rechte Seite) und noch vor dem rechts abbiegenden Weg, geht es nach links auf einen Weg aufwärts. Diese Abzweigung hatte ich beim ersten Anlauf verpasst und ging weiter in Richtung Jugendherberge den Berg hinauf. Doch dort wollte ich gar nicht hin.

Auf den Steig geht es weiter hoch in Richtung Burg, den man erst mal an der Mauer entlang abläuft. Dann kommt der Eingang über den Parkplatz – eine echt wunderschöne Burg mit tollem Ausblick, die auf jeden Fall eine ein Ausflug wert ist.

Das Restaurant mit Michelin-Stern wäre in der Tat auch einmal interessant, hat aber aufgrund der Corona-Schliessung nicht geöffnet.

In der Burg stehen öffentliche Toiletten zur Verfügung. Die Burg Nideggen, die bis ins 15. Jahrhundert Residenz der Grafen und Herzöge von Jülich war, ist seit 1909 Sitz des Burgenmuseums Nideggen. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick in die Eifel, zudem wird man hier oben mit einem schönen Blick über das Rur-Tal Richtung Hohes Venn belohnt.

Mich zieht es jetzt weiter auf den Rundweg und ich gehe zwischen Eingang der Burg und dem Parkplatz links runter auf den Steig unterhalb der Kirche und des Parkplatzes.

Von der Burg aus geht es leicht ins Tal hinab unterhalb der der Kirche St. Johannes Baptist vorbei. Auch hier ist es ein kleiner Weg, der in einem Wohngebiet endet. Zum Teil läuft man hier nun auf der Straße abwärts, bis die Querstraße kreuzt, die man hier überquert und so  kommt man in eine echt süsse kleine Schlucht die gesäumt ist von Brücken und Sandsteinfelsen. 

Hier unten fliesst der Nidegger Bach, dem ich ein Stück unterhalb von Nideggen folge. Auf dem schmalen Pfad passiere ich immer wieder kleine Felsformationen.

Was mir hier auffällt ist etwas sehr sehr trauriges, denn auch hier haben irgendwelche Personen die Sandsteine besprüht mit furchtbaren Graffitis (das sie scheinbar für Kunst halten … ohne Worte) und somit nur die Natur verschandelt. Auch auf dem Malerweg ist mir schon aufgefallen, dass dort Graffitis an den Sandstein gemalt worden sind, was so traurig ist, denn hier versaut der angebliche Grafitti-Künstler einfach nur die Natur und die Zukunft der dort lebenden Menschen.

Denn, wenn die Wanderwege nicht mehr attraktiv sind, werden Wandertouristen ausbleiben und es wird in verschiedenen Bereichen langfristig weniger Arbeit und damit weniger Jobs in der Region geben. Schade eigentlich, denn die sogenannten Künstler versauen damit das Überleben der eigenen Region – Ihrer Heimat … trivial aber wahr und somit mehrfach bescheuert !!! Ich habe überhaupt kein Verständnis für solche Taten!

Weiter auf dem Weg finde ich diverse Aussichtspunkte, wo ich schöne landwirtschaftliche Blicke ergattern kann, der Weg erinnert mich ein kleines bisschen an den Malerweg wo man ebenso um einige Felsformationen wandert. Der Blick immer auf die Rurauen gerichtet, die man an der linken Schulter immer wieder durch die Bäume sehen kann. Allgemein ist der Berg immer an der rechten Schulter, die Rurauen an der Linken.

Folgt man weiter dem Weg steht man plötzlich vor einem riesigen steinernen Tor, dem Hindenburgtor. Ein massives Gebilde, wo der Stein zwischen zwei Klippen fest gepresst ist, schnell durch und weiter nach oben. Der Pfad ist sehr gut zu begehen, der Untergrund ist weich und federt sehr gut die Schritte ab. Man kann immer wieder schönen Ausblicke geniessen.

Mein Blick geht häufig nach oben, denn ab Mittag sollte es hier leicht regnen. Gut, daher beeile ich mich ein wenig, damit ich nicht am Ende noch in den Schauer komme. Zwar bin ich ausgestattet, aber ich habe nur Softshell und Regenschirm dabei. Wird schon schiefgehen sage ich mir und gehe weiter.

Nach einer Weile kommt der kleine Pfad auf einen Wirtschaftsweg dort ging es links nach unten den Berg hinab. Nach ein paar Metern befindet sich auf der linken Seite eine Bank und ein Tisch. Hier mache ich kurz Rast um meine Batterie mit einer Banane aufzuladen. Der Himmel allerdings zeiht sich immer mehr zu, daher breche ich die Rast ab und stiefle mit schnellen Schritten abwärts. 

Noch einmal nach mehrmaligen hoch und runter erreiche ich schließlich den Punkt, ab dem es dann nur noch steil bergab geht.

Der Abstieg war sehr schwierig, aber ich meistere ihn mit Bravour, obwohl es anfängt zu regnen, was meine Laune natürlich etwas trübte. Allerdings war es bislang nur eine paar Tropfen, so dass das im Wald alles ok war. Ich zog meine Softshell an, um mich ein wenig vor den Regentropfen und der abfallenden Temperatur zu schützen. Der Untergrund wurde nass, was die Rutschgefahr entsprechend erhöhte. Am Ende des Abstieges stösst man auf einen Wirtschaftsweg, den man überquert um direkt zur Rur-Brücke Mausauel zu gelangen. Hier muss man ein wenig aufmerksam sein, ansonsten verpasst man ggf. den Weg.

Generell finde ich die Beschilderung des Rundweges eher verbesserungswürdig. Teilweise fehlen Kennzeichnungen und Beschilderungen, teilweise sind es Zahlenwege, teilweise ein Bundsandsteinroute- Schild, aber die Route geht ja gerade und ist kein Rundweg … anyway, meine Navigationsuhr führt mich gut weiter. 

Man überquert einen Bahnübergang und sieht schon die Mausauel-Brücke, über die es dann über die Rur geht. Ein modernes Bauwerk, cool gemacht, denke ich und der Regen nimmt zu.

Von hier aus geht man wunderschön durch grüne Auen auf einem befestigten Weg an der Rur entlang zurück nach Nideggen-Brück. Auf dem Rückweg passiert man ein Gestüt, bei dem es dann bei mir mächtig zu schütten begann. Hier half dann auch nicht mehr die Softshell und ich packte schnell meinen Regenschirm aus. Es goss wie aus Eimern. Gut dass ich eine kurze Hose anhatte, so wurden nur meine Beine nass, die Hose blieb trocken. Allerdings wurde es nun auch etwas kälter – nicht so angenehm, aber da musste ich nun durch. Mein Schritt wurde schneller.

Im Verlauf des Weges geht es an dem ‚Gut Kallerbend‘ vorbei und einem kleinen Bauernhof an dem ich auf dem Weg plötzlich 2 großen Kühen Aug in Aug gegenüberstand. Die zwei Bullen wurden von den Eigentümern nach oben auf die Weide getrieben und ich verstand die Zeichen der beiden Treiber auf die Entfernung nicht wirklich. Ich verstand nur – geh aus dem Weg … ok dachte ich – nette Situation – Ich werde von 2 Mega Kühen niedergetrammpelt .. .. aber nein, ich zog mich in eine kleine Wegausbuchtung zurück und die Kühe zogen an mir entspannt vorbei. Aber groß waren sie trotzdem … 😀

Nach diesem Erlebnis ging ich schneller, der Regen allerdings flachte ab. Ich lief nun parallel zur Rur in Richtung Nideggen-Brück, wo ich wieder an der Brücke, an der ich  gestartet war, herauskam. Dank des Regengusses war ich entsprechend durchnässt und die Temperatur ging natürlich auch runter. Dies ist der Grund, warum es von der Rückwander-Etappe wenig Bilder gibt … 😉

Fazit:

Alles in Allem war der Bundsandstein-Rundweg allerdings eine tolle Wanderung, die so, wie ich sie gelaufen bin auch sehr angenehm war. Zum Anfang der Aufstieg, ansonsten recht gleichmässig mit wenig Höhenmetern.

Was hier allerdings definitiv verbessert werden muss ist eine einheitliche und verständliche Beschilderung, auch während des Weges. Das ist in meinen Augen nicht gut gelöst und Bedarf Verbesserung. Viele Grüße ans den Wegpaten. Trotzdem eine sehenswerte Tour. Eine Empfehlung zum Nachwandeln! Ich werde sie auch noch einmal gehen, wenn der Himmel blau und kein Regen in Sicht ist. Viel Spass dabei.

infos unter:

https://www.alltrails.com/de/explore/map/burg-nideggen-buntsandsteinroute-als-rundweg–3

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