Highlight im Hunsrück • der Masdascher Burgherrenweg mit Geierlaybrücke • ein TOP Wanderweg

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Masdascher Burgherrenweg mit Geierlay im Hunsrück.

Der Masdascher Burgherrenweg im Hunsrück ist ein sehr abwechslungsreicher und spannender Rundweg für die ganze Familie.

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Neben toller Natur findet man hier sehr schöne Highlights, wie die Geierlay Hängeseilbrücke, diverse Mühlen, einige Stollen, eine schöne alte Burgruine und tolle Plätze zum Rasten.

Man geht über tolle Wege, Pfade und Trails, macht hier und da auch ein paar angenehme Höhenmeter und ist am Ende des Tages überglücklich, den Tag auf diesem Rundweg sinnvoll genutzt zu haben.

Ein super schöner Wanderweg mit einigen Highlights wie Höhlen, Stollen, Ruinen, Mühlen, Burgen, einer Brücke und toller Natur.

Schöne Waldstücke, Täler und bachläufe, Brücken, weite Fernblicke, auf dem 18 km langen Rundweg bekommt man wirklich alles geboten!

Lest hier meine Eindrücke beim Bewandern des Rundweges inklusive dem Abstecher zur Geierlay-Brücke.

Der Wanderweg startet in der im Dorf Mastershausen am Bürgerhaus, wo man einfach und kostenlos parken kann. Alternativ gibt es auch oberhalb des Einstieges in den Masdascher Burgherren-Rundweg  (oberhalb der Grillhütte / Freizeitanlage Hallgarten)  einen Parkplatz, der allerdings häufig voll ist. Vom Bürgerhaus geht es etwas Richtung Ortsausgang zurück und sofort rechts ab in ein herab gelegenes Wohngebiet. Nach dem Wohngebiet kommt man aus dem Ort heraus und wandert an ein paar kleinen Feldern vorbei über den Mautzbach Das Wetter hält sich, es ist zwar bewölkt aber trocken und hat eine angenehme Temperatur von 16°C.

Ich bin guter Laune und entscheide mich heute einmal mit Musik zu laufen. Auf dem Programm stehen die neueren Alben von BECK, die allesamt in Zufallsgenerator durch mein Handy rasseln. ‚Seventh Heaven‘ (Album: Colors – 2017) – singe ich mit Beck und gehe leichtfüssig den Schotterweg entlang.

An der Kreuzung kommt man auf den Burgherrenweg, direkt an einem Kinderspielplatz unterhalb des Wanderparkplatzes. Hier steht ein hölzernes Piratenschiff. Ich entscheide mich den Weg nach links zu gehen und folge einem wunderschönen Feldweg an einer Baumschonung entlang. Der Weg macht eine Rechtskurve und vorbei an Rapsfeldern gehe ich bergauf. Alles prima, keine Schmerzen, kein ruppiger Start. Ich bin gut gelaunt und habe schöne Musik auf den Ohren.

Nachdem man eine Zeit durch die Felder gewandert ist geht plötzlich rechts ein kleiner Pfad ab in den Wald, der Name ‚Zu den Fuchslöchern‘ Hier steht auch schon die erste Bank zum Rasten. Was mir über den gesamten Weg auffällt ist, dass es sehr viele und gut gepflegte Rastmöglichkeiten auf dem esdamten Weg gibt. Auch haben die Organisatoren unter den Tischen diese Glasabzieher, damit man das Regenwasser von Bänken und Tischen ziehen kann. Sehr komfortabel und eine sehr gute Idee.

Nach der Abzweigung wandert man durch einen Tannenwaldberg ab in das Tal. Nach einigen Abzweigungen, geht man einen steilen kleinen Pfad hinunter. Kurz darauf endet man auf einem Feldweg der nach links abbiegt. Immer Richtung Burgruine. Im Tal rauscht ein kleiner Bach, es ist der Masterhausener Bach, den man ab jetzt regelmässig folgt.

Es geht auf einem wunderschönen Waldweg entlang am Ufer des Baches weiter in Richtung Burg. Der Weg ist sehr verträumt, man passiert die Möhre Mühle, die bereits total verfallen ist. Später darauf die Schweitzermühle, die noch bewohnt ist. Diese schöne Mühle liegt verträumt in einer kleinen Aue. Ein toll zu laufender Weg. Es ist trotz Sonntag wenig los, nur ein paar Wanderer.

Kurz vor der Burg geht ein kleiner Pfad steil nach rechts über eine Holztreppe ab. Es geht hier nach der Beschilderung zum Hexenturm. Wer hier den Abstecher 40m in die Höhe macht, wird durch einen besonderen Blick belohnt. Hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Burg und zusätzlich auf den Hexenturm.

Die Burgruine ist ist toll, hier sollte man sich Zeit nehmen und ggf. Ein wenig Rast machen. Auch hier sind wieder Holzbänke und Tische. 

Weiter geht es nach der Besichtigung unterhalb der Ruine ins Tal zurück an den Bachlauf. Um unter der Bundesstrasse hindurch zu kommen, läuft man direkt am Masterhausener Bach durch einen Tunnel. Coole Sache. Auf der anderen Seite kommt man nach ein paar Metern in einen wundervollen zauberwald. Auf dem Video kommt es nicht so richtig heraus, aber wenn man den kleinen engen matschigen Pfad entlang geht wird man irgendwie in die Welt der Elben von Bruchtal versetzt

Nachdem man den Zauberwald durchgangen hat, folgt darauf ein kleiner Rastplatz in einer Aue. Wunderschön und verträumt. Hier überquert man den Bach und steigt bergauf, um auf einen breiteren Waldwerg zu gelangen.

Von hier aus geht es an einer weiteren verlassenen Mühle, der Kaspers Mühle, entlang den Berg steil hinauf bis man auf der Anhöhe (hier stehen erneut einige Holzliegen um den schönen Ausblick zu geniessen) aus dem Wald heraus kommen. Von hier aus läuft man noch circa 100m und sieht dann auch schon nach rechts das Schild abgehen in Richtung Geierlay Hängebrücke.

Es geht nun wieder wunderbar auf kleinen Pfaden und Serpentinen durch den Wald ins Tal hinab. Von hier aus besteigt man den Burgberg, auf dessen Summit einen überdachte Schutzhütte mit Rastmöglichkeit besteht. Von hier aus hat man einen traumhaften Ausblick in die Ferne. 

Der Abstieg auf der anderen Seite ist ein wenig abenteuerlich, hier findet man kleine schmale Pfade, die bestimmt sehr rutschig sind, wenn es geregnet hat. Man kommt an eine etwas ausgelagerte Stelle, in der ein Seil Halt gibt.

Der Weg nach unten ist schmal und steil. Am Fusse stösst man wieder auf den  Mörsdorfer Bach und folgt diesem wunderschön weiter, bis der Pfad wieder zu einem breiteren Weg wird und bei der Rastmöglichkeit Herzenauer Hannes nach links abbiegt. Hier kommen der Mörsdorfer Bach und der Sosdorfer Bach zusammen.

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Kurz danach erreiche ich eine Kreuzung kommt wo es rechts Richtung Hängebrücke abgeht dies ist unter anderem auch der Geierlayrundweg bzw. Ein Zuwege zum Saar-Hunsrück-Steig, den ich einschlage, um die Hängebrücke zu begehen. Laut Schild werde ich meinen Burgherrenrundweg hier um weitere knapp 4km verlängern. Ich folge dem breiten Waldweg erst steil nach oben, dann wieder ein wenig nach unten und auf einmal kommt auch schon die Hängebrücke in den Blick.

Ich suche mir den richtigen Weg  nach oben, stelle mich an der Schlange an, um die Hängebrücke zu überqueren. Heute ist Sonntag d.h. es sind extrem viele Leute unterwegs und stellen sich an, die Hängebrücke zu überqueren. Aufgrund der Abstandmassnahmen wurde die Brücke zu jeder wechselnden Stunde begehbar gemacht. 14:00 Uhr von Stolberg und 15:00 Uhr von Mörsdorf. Dies ist auch der Grund, weswegen Security hier aufpasst, dass die Leute den Abstand wahren und nicht wild durcheinander über die Brücke gehen. 

Nun bin ich am an der Reihe, es ist 14:45, ich bin begeistert und habe einen tollen Song auf den Ohren – ‚I’m so free‘ (Album: Colors – 2017) singe ich mit Beck klammheimlich, denn meinen Gesang will auf der Brücke bestimmt niemand hören … ich schlendere mit den Anderen über die Brücke warte auf der anderen Seite direkt wieder am Brückenkopf um direkten um 15:00 Uhr wieder zurück gehen zu können, ohne mich in der langen Schlange anstellen zu müssen. Nicht ganz fair aber ich habe noch einiges vor mir so dass ich die Zeit gut nutzen kann. 

Der Hinweg von Sosberg nach Mörsdorf

Der Rückweg von Mörsdorf nach Sosberg

Die Hängebrücke ist der Hammer sie schwankt hin und her und man hat einen traumhaften Ausblick, allerdings natürlich extrem viele Touristen um einen herum, die Selfies und Bilder machen. Ich bin verwundert, dass einige Hundebesitzer mit Ihren Hunden auch über die Brücke gehen. Die grösseren Hunde stapfen mutig darüber, während die kleineren Fiffies auf dem Arm getragen werden … Auf der anderen Seite angekommen trete ich direkt meinen Weg zurück an an die Kreuzung an, wo ich vom regulären Burgherrenweg abgebogen bin. 

Der Burgherrenweg zieht sich weiter im Tal des Sosdorfer Baches nach oben ein sehr schöner Steig. Ich passiere Rosberg und den Rastplatz Todtenberg bis ich an einer Straße, die ich überquere. Kurz danach – auf dem Waldweg kommt ich an einer Grube vorbei, hier wurde in der Vergangenheit Schiefer abgebaut. Es geht in den Berg hinen. Ganze 70m tief und bestimmt 140m lang ist angeblich der Stollen. Es ist die Grube Apollo.

Kurz danach geht es vom Wald- bzw. Forstweg links ab in den Berg hinein. Hier klettere ich den Pfad hinauf in dem die Bäume frisch geschnitten wurden, oben angekommen befinde ich mich auf einer Höhenwiese, wo es weitergeht auf einem Waldpfad am Rande der Felder entlang. Unter mir verläuft immer noch der Sosberger Bach. Nach einigen Metern finde ich den Aussichtspunkt Winterberg, wo ebenfalls eine Bank steht, auf der ich ein paar Minuten Rast mache und den Fernblick geniesse.

Am Ende des Waldpfades kommt man auf eine Anhöhe wo man die Bundesstraße überquert. Es geht weiter nach rechts, meine Muskeln schmerzen, meine Schenkel und Waden drücken und ich bin groggy, fertig, müde. Am liebsten würde ich nun nach Hause fahren um gemütlich ein Glas Blanc De Noir zu trinken. Ich gehe weiter auf dem Weg parallel zur Bundesstraße, denn das Ziel triebt mich an. ich will den Weg komplett beenden, nicht vorher die Abzweigung nach Mastershausen nehmen – nein – beende was Du angefangen hast … nach einigen 100 Metern durch das offene Feld geht der Weg über die Bundesstrassen nach Mastershausen (Schweinehund denkt:  ’nimm doch den direkten Weg zum Auto‘ – Schweinehund aus!) – entlang am Galgenturm, dem man auch noch begehen kann und eine tolle Aussicht zu genießen. Gedacht – getan … trotz Schmerzen in den Waden stehe ich wenige Minuten später oben auf edem Galgenturm und umrunde ihn einmal, bevor ich wieder heruntersteige.

Nun sehe ich Mastershausen nur noch vor meinem inneren Auge – es ist zum greifen nah und werde langsam wieder etwas schneller, denn es zieht sich nun langsam doch ein wenig zu und die dunkle Wand deutet auf nichts Gutes hin.

Mit einem tollen Fernblick laufe ich durch grüne Feldern vorbei an einem Gehege, in dem Rehe gezüchtet werden. Es geht stetig bergab und immer durch Felder und schöne Feldwege. Am Ende stehe ich vor einem wunderschön angelegtem Kräutergarten, durch den man durchgehen kann. Mir fällt ein ‚Honigschrank‘ auf, aus dem man Honig kaufen kann (5€ pro Glas – zahlbar per Bar in die Kasse oder per PayPal), einfach Türe auf, Honig auswählen und Geld in die Kasse.

Ich greife zu – habe aber nur 20€, also später per PayPal zahlen, denn mein Akku zeigt aktuell nur noch 1% an. Musikhören und Fotos/Videos machen kostest scheinbar mächtig Akku – dumm geladen – egal.

Diesen Garten hat ein Imker angelegt, den ich kurz darauf treffe. Wir unterhalten uns und ich drücke Ihm das Geld mit Sicherheitsabstand in die Hand, denn er hat Wechselgeld. Alles gelöst. Absoluter Tipp, der Honig ist super lecker !!! (Kontakt: Helmut Pörsch bienen-honig-imkerei@t-online.de) Sehr lecker der cremige Sonnentrachthonig!

Nachdem ich den Garten durchquert habe geht es auf einem Holz-Plankenpfad zurück an die Kreuzung, wo das hölzerne Piratenschiff liegt. Hier biege ich wieder über den Mautzbach ab in Richtung Ortsmitte, um an mein Auto zu gelangen. Glücklich erreiche ich das Bürgerhaus, meinen Wagen und meine Füsse freuen sich über die frische Luft.

Nachdem ich den Heimweg angetreten habe fängt es an zu regnen – ‚alles richtig gemacht‘,  denke ich und fahre absolut glücklich und zufrieden nach Hause nach Wiesbaden.

 

Fazit:

Ein super schöner Wanderweg mit einigen Highlights wie Höhlen, Stollen, Ruinen, Mühlen, Burgen, einer Brücke und toller Natur. Schöne Waldstücke, Täler und bachläufe, Brücken, weite Fernblicke, auf dem Rundweg bekommt man wirklich alles geboten!

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Was ich sehr schätze ist die Abwechslung dieses Pfades. Immer wieder hoch und runter, breite Wege und tolle enge und auch steile Pfade. Bachläufe und Waldwege.  Die Wegearchitektur ist toll. Die Beschilderung sehr vorbildlich, hier sollten sich Eineige – auch renommierte Wanderwege – einmal ein Beispiel nehmen. Ich hatte niemals das Gefühl auf dem falschen Weg zu sein. Es war toll beschildert und man hat regelmässig gut sichtbar die Masdascher Burgherrenwegs-Beschilderung gesehen. Tolles Wege-Management !! Hut ab!

Zudem sind auf dem gesamten Rundweg sehr gepflegte und ausreichend Rastmöglichkeiten vorhanden. Der Weg hat einige Punkte, die auch mit Tafeln erklärt werden und Hintergrundwissen vermittelt wird. Auch dies ist hier wirklich vorbildlich gemacht. Die Informationen sind ausreichend, nicht zu detailliert und sehr gut gemacht. Der Weg ist für Kleinkinder und auch für Hunde problemlos zu bewandern. (inklusive Brücke, da der Boden der Brücke mit Bohlen ausgelegt ist, so dass auch Hunde passieren können. Die Angst vor der Höhe müssen Kinder, Hunde und Erwachsene allerdings selbst besiegen…)

Hier findet ihr meinen GPX Track: BergDuft’s GPX Track

Weitere Informationen findet Ihr hier: Informationen auf Outdooractive

und hier Informationen auf Saar-Hunsrueck-Steig.de

 

 

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Ein Gedanke zu “Highlight im Hunsrück • der Masdascher Burgherrenweg mit Geierlaybrücke • ein TOP Wanderweg

  1. Hallo,
    sehr schöner Bericht sowie sehr tolle Bilder. Genau diese Strecke sind vor 2-3 Wochen gelaufen. Hat uns auch richtig gut gefallen. Und ja der Honig ist lecker. 😉 Liebe Grüße Sarah und Marco

    Liken

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