Mallorca mal anders • Über das Tramuntana-Gebirges auf dem Trockenmauerweg GR221

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Mallorca in der Zeit Ende April bzw. Anfang Mai, die beste Zeit für einen ruhigen Urlaub auf der ‚Insel der Deutschen‘.

Hier findet man neben Pensionären und Rentnern nur Rennradfahrer und die ersten Engländer, die ausserhalb der Saison dort Urlaub machen.
Vorurteil oder vollkommen richtig? – ich finde es einfach ruhig und beschaulich und das hat es mich dort hingezogen .

Wer nun auf die Idee kommt. ich hätte dort am Strand gelegen, um die ersten warmen Sonnenstrahlen nach dem verregneten Osterwetter zu tanken, der irrt gewaltig. Wer denkt, ich bin in den Radsport gegangen und habe die Insel umrundet, der liegt leider falsch. Diese Erfahrung werde ich später in meinem Leben vielleicht noch machen. Ich war zu Fuss unterwegs.

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Die Rede ist von dem Trockenmauerweg GR-221, der von Port Andratx nach Port de Pollença führt. Sozusagen von der Südküste zur Nordküste. Diesen Wanderweg bin ich begangen und ich sage Euch – es war klasse, schmerzlich, steil, anstrengend, bereinigend und einfach schön.

Mallorca Trockenmauerweg GR-221

Die Rahmendaten …

8 Tage Trekking auf Mallorca
51,57h wandern
144,80 km absolviert
24.500 kcal verbraucht
6.324m Aufstieg
6.294 m Abstieg
1.209m als höchster Punkt

… die ganzen Strapazen meiner Wanderung könnt Ihr hier einsehen …

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Tag 1:

Der Start des GR-221 war einfach und angenehm, denn los ging es im legendären Hafen von Andratx – also Port Antdatx. 

Mit dem Bus von Palma für wenige Euros dorthin gefahren, stieg ich an der vorletzten Haltestelle aus und stand schon direkt am Einstieg, der Brücke, die die Promenade von Antratx beendete. Ein erstes Selfie und ab ging es am Hafen entlang. Rechts links abgebogen, so wie es der Wanderführer anzeigte. Durch ein schönes Wohngebiet mit einigen prächtigen Häusern und Neubauten … toll dachte ich — das ist ja einmal eine schöne Lage. Am Hang – nicht zu hoch, den Hafen überblickend. Klasse.

So genoss ich die Architektur und lief weiter in großer Vorfreude auf das, was mich erwarten sollte. Die Strasse schlängelte sich den Berg hinauf, während der GR-221 von der Strasse abzweigte auf einen Pfad, der nun schnurgeraderaus den Berg nach oben führte und ich kam schon etwas ins Schnaufen … lange nicht mehr gewandert, dachte ich und fühlte, wie bei der Temperatur, denn es waren gut 21°C, meine Lungen pumpten. Dennoch ich war glücklich den Weg begonnen zu haben, hatte ich mich doch 1 Jahr darauf gefreut, seit dem Tag, an dem ich am Cúber Stausee die Etappe nach Tossals Verds gelaufen bzw. gekraxelt bin.

Auf dem oberen Punkt nun angekommen, ging der Weg schlängelnd und angenehm breit durch die Berge und es war wundervoll mit der Aussicht aufs Meer diesen Weg zu begehen. Gut gelaunt ging es weiter, dem Weg entlang, diverse Abzweigungen, die teilweise nicht gut ausgeschildert waren. An den Abzweigungen erkannte man nicht immer die Steinmännchen, aber ich schaffte es immer den Weg zu finden. An einem Telefonmast ging es plötzlich vom Weg auf einen steilen Pfad ab. Kurz danach überschritt ich den Bergrücken. Krass, dachte ich – Du kommst über einen Bergrücken und schaust aufs Meer und die Insel Dragonera in der Ferne, was ein Anblick . Ich war glücklich – toll, danke, schön.

Ich kletterte ein wenig den Pfad hinunter und sah in der Ferne schon Sant Elm liegen, wo es nun hinunter gehen sollte. Das Wetter prima, nichts schmerzte, die neuen Schuhe passten und funktionierten gut. Schliesslich habe ich sie gut eingelaufen …

Nach diversen Serpentinen und Waldwegen, kleinen Trails und Pfaden durch undurchsichtiges Gelände kam ich schliesslich in Sant Elm an. Einige Leute lagen in einer Bucht und sonnten sich mit Badeklamotten. Brrr … dachte ich, das ist doch noch ein bisschen zu kalt … aber ich war froh, denn zum Wandern war das Wetter prima, Sonne und trocken und es ging immer ein kleines Lüftchen.

Der Ort Sant Elm ist wirklich niedlich. Dort angekommen checkte ich erst mal ein, ging durch das Städtchen und verliebte mich sofort. Es war irgendwie idyllisch, wenn auch auf der Hauptstrasse zu dieser Zeit schon recht touristisch. Aber irgendwie relaxed und die Leute waren voll ok. Schöne Häuschen und nette Leute, die freundlich grüssten und lächelten. Zufrieden ging ich abends ins Bett, um für die Tour tags drauf vorbereitet zu sein.

Tag 2:

Am nächsten Tag war eine Doppeletappe geplant, denn da ich keine Unterkunft mehr in ‚Les Fontanelles‘ bekommen hatte, musste ich an dem Tag bis Estellencs laufen. Dies war, nach dem Urteil des Wanderführers null Problem. 25km und ein einfacher Wanderweg auf breiten Wegen und Pfaden … – na prima. Ich ging früh los, wollte jede Minute des Tages auskosten. 

Als ob ich mich von dem Dorf Sant Elm gebührend verabschieden wollte, ging der Weg einmal komplett durch das ganze Dorf. 🙂 Alles richtig gemacht … 

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Am Ende des Dorfes ging es dann rechts ab auf einen Schotterweg in den Wald hinein. Morgens war es noch ein wenig kühl, weswegen ich noch eine Jacke anhatte. Vorbei ein Neubauten im Rohbau – aber mit echt cooler moderner Architektur, ging es weiter leicht bergauf an einem verlassenem Haus – fast einsturzgefährdet vorbei, vor dem ein Mann stand. Es schien als ob dies einer der illegalen Hausbesetzer war, denn das Haus wirkte nicht gerade so, als ob dort jemand normal wohnen würde. 

Egal ich ging weiter, immer den Steinmännchen folgend, denn ausgeschildert war hier noch nicht sehr viel. Im Wald gut geschützt ging es bergauf und ich wurde wieder etwas langsamer um meine richtige Aufstiegsgeschwindigkeit zu finden. Dann wurde es steil der Pfad wurde enger und es bildete sich ein schöner Trail, der am Berg entlang nach oben führte. Man hatte einen wunderschönen Ausblick auf das Meer und die Insel Dragonera. 

Nach einige Metern merkte ich, dass man schon ein wenig kraxeln musste und plötzlich war ich auf allen Vieren und kroch – recht nah am Abgrund den Pfad hinauf um auf dem Plateau den wundervollen Ausblick geniessen zu können. Ich war vom Aufstieg, welcher ein kleiner Kletterteil auch im Wanderführer ausgewiesen wurde schon ein wenig übertölpelt worden, auch wenn ich es echt genossen hatte, denn ich mag diese Vielfältigkeit des Weges, und dieser hier war bisher – und es war erst der 2te Tag echt cool und vielseitig. Ich sah nun sehr nah Dragonera und ging weiter um nach kurzer Wegstrecke La Trapa zu erreichen. Toll dachte ich – wow, wie schön.

La Trapa war ein altes Kloster was schon leicht verfallen war. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Insel Dragonera. Die Sonne ging gerade auf, so dass es eine total schöne Stimmung war. 

Ich war hier alleine, nur ein einsamer Wanderer kam vorbei verließ aber dann recht schnell wieder den Ort. Von La Trepa aus ging es auf dem Weg ganz bequem durch Wiesen einem kleinen Trail Richtung nächste Etappe. Von hier aus war die Wanderung sehr leicht einfach und man hatte einen wundervollen Blick auf das Meer. An einem Steinhaufen ging es dann zu einem Aussichtspunkt, an dem man den Küstenstreifen Richtung La Dragonera wunderbar einsehen konnte.

Kurze Pause, einige Selfies und dann ging es wieder weiter auf dem Höhentrail. Nach einiger Zeit kam ich an einem Rastplatz direkt an einer viel befahrenen Straße wo ich tatsächlich auch Rast machte.

Nun ging es entlang der Hauptstraße Richtung Les Fontanelles, wo ich etwas deren Abfahrt verpasste. Ich musste meinen Weg korrigieren und kam dann entsprechend in das Refugio in dem ich wusste, dass leider kein Übernachtungs-Platz mehr frei war. Von hier aus ging es durch das Anwesen den Berg hinauf in einem kleinen ganz schmalen Tal.  Nachdem ich nun schon einige Kilometer absolviert hatte dachte ich, dass es nicht mehr so lange dauern könnte, bis ich am Ziel Ort ankam. Weit gefehlt. 

Nach dem Aufstieg im kleinen Tal ging es einen ganz steilen Pfad entlang des Berges hinauf. Auch hier konnte ich wieder kraxeln, teilweise auf allen Vieren. Nach diesem Kletterparkour kam ich auf einer Ebene an und wusste überhaupt nicht wo der Weg weitergehen sollte. Dank der Steinmännchen konnte ich mich ein bisschen orientieren. Immer auf dem Weg Steinmännchen suchend. Steinmännchen mit rotem Punkt.

Nach den Steinmännchen suchend, hangelte ich mich den Berg hinauf. Es war enorm anstrengend, denn ich hatte ja schon eine enorme Entfernung hinter mir zurückgelegt. 

Jetzt musste ich auch noch hier diesen Berg hinauf ständig auf der Suche nach den richtigen Wegmarkierungen. Das war sehr schwierig, und mir entglittet ein wenig die Lust weiter hinauf zu gehen, da ich nicht wusste, wie weit es noch ist und wie schnell ich es schaffen würde. 

Die Zeit ging dahin. Ich war allerdings sehr gut unterwegs, leider sehr sehr anstrengend, denn ich sprang über die Steine es war extrem schwierig mit den Beinen auszugleichen und das Gleichgewicht zu halten. In weiter Ferne sah ich eine Leiter die über einen Zaun führte, ich nahm diese Leiter als Wegmarkierung weil ich dachte es geht dort tatsächlich weiter. 

Richtig gedacht – es ging weiter über den Zaun, über die Leiter sah ich wieder, wo der Weg weiterging. Wegmarkierung waren hier nicht mehr zwingend notwendig denn der Weg war gut ausgetreten. 

Ich folgte ihm und es ging weiter kontinuierlich bergauf bis ich endlich auf einer Anhöhe war, auf der in der Vergangenheit Bauern ihre Felder unterhielten und bestellten. Schwer zu beurteilen und schwer zu glauben, dass hier früher einmal Landwirtschaft betrieben wurde. Es war eine Hochebene mit felsigen Untergrund, teilweise Gras. Man sah an einer Stelle noch den Platz, wo früher einmal das Haus des Bauern hat stehen müssen. Ein paar Grundmauern waren noch zu erkennen.

Es war eine Hochebene und ich denke ich hatte hier fast meinen höchsten Punkt erreicht. Von hier aus ging es um den Berg herum wieder leicht nach unten. Dummerweise habe ich mich verlaufen und den Weg verlassen so dass ich mitten im Hang stand, umringt von hohem schilfartigem Gras und nicht mehr weiter kam. 

Zu meinem Glück sah mich ein Paar auf dem richtigen Weg weiter oben und schrie zu mir herunter ob ich mich verlaufen habe. Das habe ich natürlich – bejahte denn ich kam überhaupt nicht weiter. Wäre ich hier weiter nach unten gegangen, wäre ich in ein verlassenes Tal gekommen und irgendwann sicherlich am Meer rausgekommen.

Das Pärchen leitete mich auf den richtigen Weg hinauf und ich konnte meine Wanderung fortsetzen. Zum Glück, denn das wäre tatsächlich übel gewesen. Der Weg ging hinab ins Tal über Serpentinen und es zog sich und zog sich und zog sich und ich konnte langsam nicht mehr. Plötzlich kam ich an eine Refugio, was allerdings verlassen war. Den Weg nach unten begleitend kam ich zu der Hauptstrasse, die sich an der Küste entlang schlängelte. Ich entschied nicht den Weg weiter unterhalb der Straße zu verfolgen sondern ging direkt auf der Straße Richtung Estellencs, da ich auf dem direktesten Weg dorthin wollte. Geschafft getan, dort buchte ich mich in einem Hotel ein und war froh eine heisse Dusche zu geniessen.

Am Abend ging ich in einem italienischen Restaurant, was um die Ecke liegt, und aß Spaghetti mit Alio Olio und es war so so lecker.

Tag 3:

Der Wanderweg ging am Hotel vorbei, so dass mir am frühen morgen der Einstieg einfach gemacht wurde. Das Frühstück habe ich ausfallen lassen, denn ich war noch satt vom Vorabend und der Kaffee auf dem Zimmer reichte mir aus. Ich wollte unterwegs etwas zum Frühstück besorgen. Direkt am Hotel startete ich und ging an der Hauptstraße entlang durch den Ort und scherte hinter der Pizzeria wo ich am vor Abend gegessen habe rechts ab.

Es war eine schöne und leichte Etappe, ein einfacher Trail mit schönen Ausblicken immer auf das Meer. Ziel war der kleine Küstenort Banyalbufar. Auf dem Weg dorthin durchquerte ich ein privates Anwesen, was allerdings erlaubt war.

Man sollte sich angeblich nur auf dem Weg aufhalten, da der Eigentümer scheinbar etwas eigenwillig war. Das Anwesen war riesig, ich lief einige Zeit durch das Anwesen und merkte schnell, dass es überhaupt nicht bewirtschaftet war. Dann kam ich um eine Kurve und ich sah das eigentliche Anwesen mit Garten und wunderschön angelegten Gebiet. Mir kamen hier auch ein paar Wanderer entgegen die direkt vor dem Haupthaus standen und von dem Wanderführer ein paar Informationen bekamen. 

Ich lief weiter und kam glücklicherweise in Banyalbufar direkt raus. Leider war es noch ein kleines bisschen früh um Mittagessen zu gehen. Die Restaurants hatten noch nicht aufgemacht, aber ich hatte schon ein wenig Hunger. In dem kleinen Laden unterhalb des Marktplatzes kaufte ich eine Ensaïmada. Die Ensaïmada de Mallorca ist ein Gebäck, das aus einem gezuckerten, fermentierten und im Ofen gebackenen Teig besteht. Der Teig wird aus Weizenstärkemehl, Wasser oder Milch, Zucker, Eiern und Schweineschmalz unter Zugabe von etwas älterem Ensaïmada-Teig als Sauerteig zubereitet. Ich sage nur leeeecker!!! Diese Ensaïmada allerdings war sowas von lecker, dass ich gerne noch mehrere davon gekauft hätte. Leider gab es keine mehr. Der Ort Banyalbufar liegt in Terrassen eingebettet in der im Hang, mit Blick auf das wunderschöne Meer. 

Der Marktplatz liegt etwas oberhalb der Straße auf der, einige Radfahrer schon morgens durchsausten. Ich nahm mir etwas Zeit und saß auf einer Bank und habe mich ein bisschen ausgeruht. 

Denn von hier ging es von Banyalbufar nach nach als Esporles. Aus Banyalbufar ging es ganz steil den Berg hinauf es war ein schöner Aufstieg und man hatte einen tollen Blick über die Terrassen. Von hier oben waren sie sehr sehr schön sichtbar. Der Weg war sehr charakteristisch für den Trockenmauerweg, denn es war ein wahrer Steinweg,.

Der Weg war einfach zu gehen zog sich ein wenig aber es war eine kurze Etappe, daher war ich mir klar, dass ich rechtzeitig ankommen werde. Das war auch gut, denn das Hotel lag ein wenig ausserhalb des Dorfes. An der Kirche angekommen sah ich schon das erste Restaurant, in das ich ganz gerne am Abend gegangen wäre, allerdings hatte ich da noch nicht ab abgesehen, wo mein Hotel hätte sein sollen. Ich haben einen Bauernhof gewählt, wo ich die Nacht verbringen sollte. Ein wunderschönes Anwesen allerdings viel zu weit außerhalb. Das Problem war, dass ich zu Fuß wieder zurück gehen musste um etwas zu Abend zu essen. 

In Esporles es gab es leider nicht so wahnsinnig viele Restaurants, die um die Uhrzeit bereits geöffnet hatten. Die meisten machten erst um 19:00 Uhr auf, es war nun aber erst 17:30 Uhr und ich hatte wirklich Hunger. Daher entschied ich mich, auf dem Marktplatz in einer Kneipen etwas zu essen, was leider nicht so sehr lecker war, aber ich hatte so einen Hunger, dass ich alles gegessen hätte. 

Die Unterkunft war wunderschön. Ich hatte ein riesiges Zimmer spanischen Stil. Es war so weit außerhalb von Esporles, dass ich eine wunderschöne ruhige Nacht hatte. Alle Wanderer die an dem Tag ankamen waren verdutzt, dass die Unterkunft soweit außerhalb war. Offensichtlich war dies nicht online vermerkt worden, so dass hier alle sehr überrascht waren wo sie angekommen sind. Das Problem war eben das auch abends kein Essen angeboten wurde, dementsprechend musste ich tatsächlich wieder in die Stadt gehen. 

Tag 4:

Nach einer sehr ruhigen und entspannten Nacht gab es ein tolles Frühstück, denn mein Wirt war sehr bemüht und total nett. Er fuhr mich sogar wieder in den Ort zurück, wo ich am nächsten Tag meine Wanderung am selben Ort an der Kirche beginnen konnte.

IMG_0650Der Weg nach Valdemossa war sehr sehr schön zu gehen und zudem mit einigen interessanten Dingen. Ich ging durch Wälder einige schöne Trails entlang. Mitten im Wald waren diverse Steinbauten zu sehen, die teilweise wie ein Unterschlupf wirkten. 

Auf einer Berghöhe hatte ich einen tollen Ausblick auf das Meer. Es war scheinbar ein Aussichtspunkt, denn hier versammelten sich mehrere Wanderer und machten Ihre Bilder.

Nach der Berghöhe ging es noch einmal in ein kleines Tal, auf der anderen Seite in einem kleinen Pfad wieder bergauf und nach einigen Wendungen des Weges kam ich nach einiger Zeit über einen schönen Trail in Valdemossa an.

Ein süsser kleiner Ort, allerdings enorm touristisch. Ich machte Pause und entschloss mich auf dem Marktplatz in einem kleinen Restaurant eine Portion Spaghetti zu essen und etwas zu verschnaufen. An dieser Station hatte ich ja erst den ersten Teil der Wanderung hinter mir. Was noch vor mir lag wusste ich nicht. 

Mir war nur klar, dass es 2 Wege nach Deià gab. Einer, der durch ein kontrollierten Zugang sehr steil nach oben ging (hier durften nur X Personen pro tag durchgehen und scheinbar kostete der Aufstieg  etwas) und ein weiterer Weg, der sich flach nach oben schlängelte.

Nach der Pause ging es quer durch das Dorf um den Weg aufwärts zu finden. Vorbei an einer tollen Finca wurden ich schliesslich fündig und nahmen den kleinen Pfad nach oben. Ich entschieden mir für die flacherer Variante mit ein paar mehr Kilometern. Allerdings waren ich irgendwann beim Aufstieg etwas verloren, da kein Wegpunkt mehr kam. Nach langem blind laufen kam ich schliesslich auf dem Gipfelplateau an. Der Aufstieg war wirklich lang und sehr kräftezehrend. Das Blut pochte in meinen Adern und ich hatte einen hochroten Kopf. Trotzdem genoss ich die Landschaft und war guter Dinge. 

Der Weg vom Plateau noch weitere zum Gipfel war wirklich toll und durchsetzt von einzigartiger Vegetation sowie Ausblicken. 

Leichte Wanderwege mit moderater Steigung. Oben angekommen überblickte ich das Hochplateau und hatte einen traumhaften Weitblick. Ich konnte auch bereits absehen, wo es dann nach Deià weiter gehen sollte. Dummerweise war mir nicht klar wo ich in den Abstieg einsteigen musste. Und so nutzte ich die Zeit, es war noch früh, um ein wenig auf dem Plateau herumzugehen und die traumhaften Ausblicke zu genießen. 

Natürlich durften die Selfies zur Dokumentation nicht fehlen. 😀

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Nachdem ich die Aussicht genossen hatte, ging ich zu dem Punkt des Abstieges. Ich war froh nach dem langen Aufstieg nun den Abstieg anzutreten, allerdings fiel es mit auch echt schwer, mich von dem Ausblick, den ich dort oben hatte, zu trennen. Der erste Weg nach unten war bequem und sicher zu gehen – der erste.

Nachdem ich plötzlich an einem Felsvorsprung abbiegen musste wurde der Pfad ein wenig abenteuerlicher, denn es ging den Felsvorsprung entlang sehr steil nach unten…

Der Pfad war ziemlich schlecht gesichert und rutschig, loses Geröll mischte sich mit aufgewühlter Erde und Sand. Der Abgrund nahe am Pfad und ohne Sicherung. Wäre ich hier abgestürzt, so wäre ich bestimmt 150 Meter tiefer in den Wald eingeschlagen 🙂

Es zog sich ganz schön hin …. vom Fels ging es dann steil weiter bergab in den Wald hinein, wo der Waldboden weich aber genauso rutschig war. Dennoch hielt ich durch und schlängelte mich nach dem Waldabschnitt in einem echt romantischen Stück weiter nach unten. 

Ein Pfad gesäumt von hohem Gras, Bachlauf und schöner Mischwaldbestand. Fast ein wenig feenhaft hier ..

Nach diesem Abstieg ging es nach Deià rein, wo ich letztendlich mein Refugio mit meinem Bett fand. Groggy aber erneut glücklich war ich angekommen und freute mich auf das Essen im Refugio, was sich als sehr einfach aber enorm lecker herausstellte.

Tag 5:

Am nächsten Tag entschieden ich mir für das kurze Stück von Deià nach Port de Sóller vom GR-221 abzuweichen um den angeblich charmanteren Piratenweg zu gehen.

Dieser verlief parallel, aber nicht auf der Straße, sondern sehr süss an der Küste und leicht oberhalb des Meeresspiegels entlang. Den Einstieg zu finden war erst einmal gar nicht so leicht, weswegen ich den Fehler machte, erst einmal in die Bucht herunterzugehen, um dann erneut hoch zu wandern, um den zuvor übersehen Einstieg in den GR-221 zu nehmen.

Vor dem Einstieg, der rechts von der Hauptstraße abzweigt und dann nach oben geht, geht es erst auf dem GR-221 entlang, bevor es dann auf den Piratenweg etwas näher am Wasser ging.

Ohne die Etappe des GR-221 nun zu kennen, empfehle ich die Abweichung auf den Piratenweg, denn man ist erst einmal mit einem tollen Blick in die Bucht von Deià belohnt, bevor es dann abenteuerlich auf kleinen, aber leicht zu laufenden Pfaden an der Küste entlang geht.

Hier ist eigentlich nicht viel zu berichten, man muss sich nach den Steinmännchen richten und den Pfad immer gut im Auge behalten. An einigen tollen Anwesen vorbei bahnt man sich den Weg Richtung Port de Sóller.

Ich haben diese Etappe sehr genossen, da sie einerseits einfach zu bewandern war und dennoch tolle Ausblicke offenlegte. Die Ausblicke haben zwar nicht so viel Fernsicht wie zuvor, aber es war eine wohlwollende Entspannung nach dem langen Tag zuvor. Zudem wusste ich, dass der folgende Tag sehr lange werden wird, weswegen diese kurze entspannende Etappe ein guter Ausgleich war.

In Port de Sóller angekommen gingen ich nach der Dusche schön weitere Kilometer (5km hin und zurück) den Berg von meinem Refugio hinunter an die Strandpromenade. Etwas Sightseeing muss schon sein.

Nachdem ich auf dem Refugio das Abendessen gebucht hatte ließe ich das Touristenessen in den vielen Restaurants an der Promenade einfach aus. Was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte, denn das Essen auf dem Refugio war vorzüglich.

Nach dem Essen würde ich durch einen traumhaften Sonnenuntergang belohnt, denn das Haus steht oberhalb Port de Sóller auf einer Klippe und man hat von hieraus einen wunderschönen Fernblick auf das Meer inklusive abends einem traumhaften Sonnenuntergang.

Mit gefühlt 30 Personen ging es in den Schlaf. Das ist hier tatsächlich ein Manko, denn es gibt nur einen großen Raum, in dem 30 bis 40 Personen schlafen. Was zu einem erheblich unangenehmen Geruchsbild und Lärmbild führt. Daher die Oropax nicht vergessen, oder –  wie es einige auf der Strecke kennengelernte Mitwanderer gemacht haben – einfach in ein Hotel an der Strandpromenade ausweichen.

Tag 6:

Die Nacht war für mir allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, Mann der Schlafsaal umfasste ca.: 35 Betten, was für mir nicht so prickelnd war. Die Geräusche und Gerüche in dieser Nacht möchte ich Euch ersparen. Glücklicherweise schlief ich direkt am Fenster, so dass letzteres sehr gute auszuhalten war … 

Am nächsten Tag frühstücken und irgendwie halbwach ging es wieder die am Vortag bereits gelaufenen Serpentinen nach unten Richtung Port de Sóller.

Ich entschied mich die 5 km von Port de Sóller bis Sóller mit der historischen Bahn zu fahren. Nicht aus Faulheit, sondern wegen der Romantik. Ich dachte, das gehört doch irgendwie auch dazu. Der Rote Blitz, wie die Bahn genannt wird, fährt von Palma nach Port de Sóller. Die Strecke muss auch sehr schön sein. Nun, so fuhr ich zumindest ein Teilstück mit, wenn auch das Stück landschaftlich eher bedauerlich ist. 

Ein zusätzlicher Grund für diese Fahrt war, dass ich heute eine 24km Etappe mit einigen Höhenmetern zu absolvieren hatte und durch den Torrent de Biniaraix und den Torrent de l’Ofre, am Cúber Stausee vorbei bis zum Tossals Verds zu gehen hatten. Ich hatte Megarespekt von der Etappe. Also ab in die historische Rote Bahn, eine echt süße Bahn, die ich jedem nur and Herz legen kann, wenn auch der Fahrpreis gesalzen ist für diese kurze, nicht ganz so schöne Etappe. Egal.In Sóller angekommen, holte ich mir noch zwei Ensaimadas, bevor es durch die Hauptstraße und durch den Ort hinaus Richtung Osten weiterging.

Die ersten Kilometer waren sehr easy, leicht ansteigend zwischen tollen Fincas mit Zitronen- und Orangenplantagen. Sehr toll war für mich das kleine Bergdörfchen Biniaraix. Dort angekommen ging es durch den Ortskern, in dem um diese frühe Tageszeit noch nichts los war. Ich war guter Dinge und es ging durch Pfade Richtung Schlucht, in der ein toller Steinweg nach oben ging.

Nach gefühlten 1.001 Wendungen fand ich den Steinweg gar nicht mehr so schön oder toll. Ich hasste ihn, denn es ging in der Tat stetig steil bergauf und man konnte überhaupt nicht absehen, wo ich rauskommen würde, geschweige denn – wann. Ich war total geschlaucht. Meine Knie und meine Waden schmerzten und ich verlor so langsam die Lust. Der Ausblick und die Terrassen in der Schlucht waren wunderschön. 

Eine der sehenswertesten Etappen mit einem tollen Einblick in die Kultur der Mallorquiner, denn hier sind Steinterrasse an Steinterrasse gebaut worden. Ein echtes Wunderwerk und enorm gut erhalten und gepflegt. Am oberen Teil befindet sich ein Bassin, an dem ich Rast machte … erst einmal stärken nach der Strapaze.

Doch natürlich ging es von hier aus immer noch weiter nach oben, erst war ich wieder fit, aber nachdem der Pfad durch den Wald ging und man überhaupt kein Ende sah, verließ mich erneut die Lust. Ich würde launisch und ruhig und fragte mich, warum. Ich das hier eigentlich machte.

Plötzlich riss der Wald auf und über eine Wiese trampelte ich im Bachlauf nach oben, regelmäßig rutschten meinen Füße weg. Plötzlich ein Kamm und der Blick auf den entfernten Cúber Stausee eröffnete sich.

Was ein Hammerblick, nun weiß ich wieder wo es langgeht … Motiviert ging es wieder leicht nach unten, wenn auch ich im Hinterkopf hatte, dass es später über den Bergkamm wieder nach oben ging. Aber erst einmal am Cúber Stausee entlang. Hier ist der Weg breit, eben und ich konnte mich während der Wanderung entspannen und wieder neue Kraft tanken. Das Wasser wirkte irgendwie anspornend, in schönem Blau/Türkis strahlte es an einem etwas bedecktem Tag.

Nach einer kurzen Pause und einer kleinen Stärkung ging es am Parkplatz des Stausees entlang in Richtung Aufstieg. Diese Etappe bin ich einmal vor einem Jahr gegangen, daher fand ich mich auch schnell zurecht. 

Dort passiert man das Eisengatter, orientiert sich sogleich nach links und wandert parallel zur Fahrstraße. Nach wenigen Metern trifft man auf eine Mauer und folgt linker Hand einem Steig bergauf. Über enge Serpentinen erreiche ich wenig später den 903 m hohen Coll de sa Coma des Ases und genießen den Panoramablick auf die Stauseen Cúber und Gorg Blau sowie auf das Bergmassiv des Puig Major. Man lässt nun erneut eine Mauer hinter sich und steigt in Kehren in südlicher Richtung bergab. 

Zwischen Gräsern ging es wieder nach oben, denn ich mussten den Grat überschreiten um dann auf einem steilen und steinigen Bergpfad Richtung Refugio zu kommen. Nach einer Weile kommt man an einem alten, verrosteten Hubschrauberwrack vorbei und folgt dem Pfad über Felsen und Geröll weiter steil bergab zum Torrent d’Almadràr. Hoch über der Schlucht schlängelt sich nun der Pas Llis über Felskanten und –stufen entlang steiler Wände. Hier ist Trittsicherheit trotz der Drahtseile erforderlich. 

Das Wetter ändert sich, der Himmel zog zu und es fing an zu nieseln. Das wäre nicht das Schlimme gewesen, aber da ich auf einem steilen Grad auf winzigen Steinen ins Tal hinabstieg, war der Abstieg enorm rutschig. Ich musste aufpassen dass ich nicht ständig hinfiel, hielt mich an diversen Sträuchern, Bäumen oder aber auch an den Felsen fest.

Da ich schon so lange unterwegs war, ging der Abstieg enorm in die Knochen und auf die Knie. Durch den Wetterwandel sank natürlich auch die Stimmung. Hinter jeder Kehre hoffe ich, dass die Unterkunft näher kam. Ich wurde allerdings sehr häufig enttäuscht. Dann erkannte ich den Abstieg in ein kleines Tal in dem Rosmarin wuchs. Von dort aus wusste ich, dass es nur noch ein kleiner Weg war über den Grat hinauf zum Refugio. 

Dort angekommen fing es plötzlich an in Strömen zu regnen und ich war glücklich das ich es noch rechtzeitig geschafft habe. Ausgepowert und leicht durchnässt checkte ich ein und bezog mein Bett. Der Abend war total schön, ich traf einige Mitwanderer, sehr liebe Menschen mit denen ich einen tollen Abend mit Brettljause und leckerem Essen verbrachte. Wir tranken Wein, unterhielten uns, teilten Erfahrungen und trösteten uns über unsere Blessuren. Ein wirklich toller Abend.

Das Refugio ist sehr nett und sauber und der Hüttenwirt war entgegen den Bewertungen sehr freundlich und sehr lustig. Wahrscheinlich war er einfach gut drauf. Ich fühlte mich dort auf jeden Fall sehr wohl. Und das Essen war wieder richtig richtig lecker.

Tag 7: 

Vom Refugio ging es früh morgens los – auf Richtung Kloster Lluc. Ich freute mich schon riesig auf den Abend, denn ich hatte ein Zimmer direkt im Kloster bekommen. Abenteuerlich, im Kloster nächtigen. Aber bis dahin war es noch ein ordentlicher Weg …

Ich ging den Weg hinauf zum Peak und überquerte dabei einen kleinen Bach stapfte auf den durchfeuchten Waldboden bergauf um Richtung Höhenkamm zu kommen. Nachdem ich aus dem Wald heraus kamen eröffnet sich mir eine breite Wiese die ich weiterhin entlang nach oben stieg. Oben angekommen grenzte eine Mauer den Weg und ich befanden mich am höchsten Punkt der heutigen Tour.

Als ich oben angekommen war habe ich eine schöne Rast gemacht. Als ich mich umdrehte, sah ich ein paar Mountainbiker mit ihren Fahrrädern nach oben kommen.

Sie kamen den Weg nach oben, den ich gleich nach unten laufen wollte, nur mit dem Unterschied, dass sie den Berg zu meine Rechten mit den Bikes huckepack nach oben kletterten …

Auf dem Berg, den sie erklommen, ich denke es war der Puig de Massanella befanden sich oben auf einige Freikletterer. Für mich ging es nach links runter wieder den Weg in Serpentinen nach unten entlang. Vorbei an Lavendel und wunderbaren Blumen ging es über den Puig d’en Galileu danach immer weiter ins Tal. 

Das Ziel war das Kloster Luca, wo ich nach einiger zeit und einigen Kilometern weiter entsprechend ausgepowert am Abend ankam. 

Die Nacht im Kloster war super entspannt, das Restaurant war sehr sehr lecker und ist sehr zu empfehlen von daher ein wunderbarer und schöner Wandertag der mit einem Abenteuer der Übernachtung im Kloster endete.

Tag 8:

Morgens ein Frühstück im Kloster – und ich kann es nur Jedem empfehlen. So gestärkt kommst Du perfekt in den Tag. Heute die Etappe nach Pollença.

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Die Etappe nach Pollença war für mich die letzte Etappe, die ich auf dem GR-221 hatte.

Ich stieg auf und trat meine letzte Etappe des Trockenmauerweges auf Mallorca an. Neben der Straße ging ein Weg durch einen privaten Bereich rechts ab. Dort bog ich ein und machte mich bergauf auf den Weg zu dem Refugio, das ich alternativ als Übernachtung hätte wählen können.

Der Weg war anstrengend und es zehrte an meinen Kräften, denn ich hatte am Vorabend gut gegessen und gut ausgeschlafen. Dennoch steckte natürlich die komplette Wanderung ich meinen Knochen. Es ging bergauf und spektakulär durch den Wald immer gefolgt von den Trockenmauern. Vorbei an einer einsamen Hütte im Wald, die einmal darauf schliessen liess, dass auch hier Menschen gelebt haben.

Dann öffnete sich beim Abstieg ein Tal, durch das ich über ein sehr gut befestigten Weg wanderte. Es war ein Pflanzen-Lehr-Pfad, mit diversen Erklärungen der einzelnen dort wachsenden Pflanzen.

Es ging durch den Wald bergauf und bergab, die Tour war nach den Sehenswürdigkeiten die ich die Tage zuvor gesehen hatte, sehr unspektakulär. Als ich aus dem Wald heraus kam, musste ich einen kurzen Teil an einer Straße vorbeilaufen, parallel zu einem kleinen Flusslauf, der Richtung Pollença floss. Der Wanderweg war hier teilweise ein kleines bisschen unbefestigt, denn der Fluss hatte bei einem Hochwasser scheinbar einen Teil des Weges weggeschwemmt. 

IMG_1385Daher mussten ich ein kleines bisschen improvisieren. Nach einer Weile überquerte ich eine eine Brücke, die den Fluss überquerte. Als ich diese Brücke überschritt, kamen kurz darauf die ersten Häuser, die zu Pollença gehörten.

Nach 5 Minuten weiterer Wanderung stand ich auch schon vor dem Refugium, wo ich meine Nacht verbringen sollte. Natürlich besuchte ich danach die Altstadt, ging durch das Städtchen, über den Marktplatz und besuchte natürlich auch die Ponte Roma, woher das Refugio seinen Namen hatte.

Die Brücke Ponte Roma ist direkt um die Ecke des Refugio. Der Fluss unterhalb der Brücke war jedoch ausgetrocknet, nur ein kleiner Rinnsal floss unter Ihr hindurch.

In Pollença aß ich abends in einem wunderschönen kleinen Restaurant und schlief tief und zufrieden in meinem Refugium. Leider gab es hier nur kaltes Wasser, was das duschen natürlich entsprechend unangenehm macht. Egal da muss man halt durch. Überfroh war ich, dass ich hier an meiner letzten Station den GR221 abgeschlossen hatte – ohne große Blessuren, ohne Verletzungen, mit tollen Eindrücken und nach circa 144 Kilometern Berg auf und Berg ab auf einen sehr steinigen Pfad, der den Namen  Trockenmauerweg trägt.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus frisch geduscht nach Palma, wo ich meine zwischengelagerten Klamotten abholte und eine Woche Ibiza-Urlaub an meine Wandertour dranhängte.

Fazit:

Ein wirklich tolles Erlebnis auf einer wunderschönen Insel solch‘ eine Tour zu gehen. Dank der Übernachtungen im Refugio lernte ich die lokalen einfachen spanischen Speisen kennen, die Aufenthalte in Hotels und Restaurants zeigten mir eine weitere Facette von Mallorca und die Natur und Vegetation auf dieser Tour ist einfach atemberaubend. Ich werde wieder kommen und werde dank des GR-221 Mallorca nun mit anderen Augen sehen.

Zusatz:

IMG_1431Der Richtigkeit halber muss ich klar stellen, dass ich diese Tour nicht alleine gegangen bin. (auch wenn ich hier in der Ich-Form erzähle).

Ich wurde begleitet von meiner Freundin Sandra, deren erste Fernwanderung der GR-221 war und die mich durch die ganze Zeit motiviert, toll begleitet, unterhalten, vorangetrieben und unterstützt hat, auch wenn die Wanderung für Sie einige Prüfungen bereit hielt, die sie allerdings mutig durchstand. Da sie sich nicht so gerne fotografieren lässt, habe ich mich für dieses Bild entschieden 😉
Sie ist ein toller und liebenswerter Mensch. Und ich bin froh, dass ich Sie habe. ❤

Ausrüstung, die ich empfehlen kann:

  • Als Reiseführer hatten ich den GR221 von OUTDOOR dabei. Dort sind die Touren schön erklärt. Die Kompass-Karte GR-221habe ich gar nicht verwendet – lohnt sich auch nicht. Zudem hatte ich die Etappen auf der GPS Uhr gespeichert.
  • Hüttenschlafsack – Marokkanische Baumwolle, der ist leicht und hat ein tolles Packmass und reicht für die warmen Temperaturen voll aus.
  • Stirnlampe für die Refugio oder wenns mal später wird Stirnlampe Energizer
  • Sonnencreme für empfindliche Haut: Louis Widmer 50+ Louis Widmer Sonnenschutz 50+
  • Packbeutel zum komprimieren und organisieren von T-Shirts, Hosen, Unterwäsche etc. (Bunt sortiert bei Globetrotter) Name Fijlufts Stuffbags
  • Eine GPS – Multifunktionsuhr bspw. Suunto Ambit 3 Peak (einfach, alt und zuverlässig)
  • Eine ordentliche Trinkflasche die Nalgene Flasche Nalgene 1,5L Flasche
  • Sehr guter leichter Rucksack, bspw. Mammut Creon Pro 40 L
  • leichte Fleecejacke bspw. Mammut Aconcagua Hood (Power-Stretch-Fleece)
  • Softshelljacke bspw. Mammut Ultimate Hood Men
  • das beste Schuhwerk, was Ihr bekommen könnt. Eingelaufen und bequem, IHR müsst damit laufen können, also Test im lokalen Handel und entscheidet dann … ich lief mit dem Haglöfs ROC ICON MID GT, einem halbhohen Wanderschuh mit GoreTex Membrane und Vikram Sohle. WICHTIG: Ich würde allerdings in jedem Fall einen  hohen Wanderschuh empfehlen, da man auf den Steinen kraxelt und kontinuierlich ausballachiert (gerade die Etappe nach Les Fontanellen wo kein ‚Weg‘ ist. Daher besser einen höheren – auf keinem Fall einen flachen!
  • Shirts hatte ich von Orthodox (Merino-Qualität)
  • Slips von Odlo, Hosen hatte ich von Decathlon und über der Unterhose empfehle ich eine Tight zum Wandern, um Scheuern zu vermeiden … Hummel Tight Men
  • Socken von Falke, Socken sind interessant, hier gibt es schon Anti-Blasen-Socken – am besten mal vorher 50km ausprobieren … ich lief mit Wandersocken in Merino-Qualität (Falke TK2 Wool oder wenns wärmer ist die Falke TK2 WOOL Silk mit Seidenanteil)
  • Oropax – ganz wichtig … Ihr übernachtet in Refugios
  • Taschenmesser
  • Magnesium Pulver mit Vitamin C und Brausetabletten mit Calcium
  • flüssiges Waschmittel – einfach abgefüllt in 150g oder 200g Tuben
  • ein Handtuch aus schnell trocknendem Mikrofaser – siehe Decathlon
  • Regenponcho – empfehle hier den Tatonka inkl. Rucksackerweiterung
  • Sonnenhut – Im Sommer nehmt einen richtigen (keine Basecap) da oben ist Schutz wichtiger als Style, viele Etappen sind nicht bewaldet.
  • Wasserdichte Hüllen für Geld, Smartphone und alles was trocken bleiben soll. Die Regenhüllen bei den Rucksäcken sind nicht lange dicht … perfektes Sortiment
  • Sonnenbrille min. Cat.3 und Microfasertuch zur Reinigung …
  • einen aufhängbaren Waschbeutel
  • FlipFlops für abends
  • Eine leichte Jogginghose für abends

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Ein Gedanke zu “Mallorca mal anders • Über das Tramuntana-Gebirges auf dem Trockenmauerweg GR221

  1. Danke für den tollen Reisebericht, da ich nach Jakobsweg, Irland und Schottland nun auch eine Mehrtagestour auf Mallorca plane hast du mir mit deinem Bericht und deinen Tipps (ich war z.B. schon am Überlegen, welche Wanderschuhe ich nutze) sehr weitergeholfen. Wenn alles klappt wird es der Trockenamuerweg in 2021

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