Der Saynsteig – schöner Rundwanderweg mit historischen Plätzen

Der Saynsteig bei Sayn/Bendorf (Region Koblenz) – schöner Rundwanderweg mit historischen Plätzen

Es wurde mal wieder Zeit für eine kleine Rundtour, diese fand ich in der Nähe von Koblenz, wo ich 2x den Saynsteig gewandert bin. Der Rundweg ist angegeben mit ca.: 15 km Länge, wofür man in der Regel 4 Stunden benötigt. Einige geben den Saynsteig mit einer Zeit von über 6 Stunden an, was ich für absolut überzogen halte. Ich bin den Saysteig einmal in 4 Stunden (Pause 45min) und einmal in 4:45 Stunden (Pause 45min) gelaufen. Beworben wird der Saynsteig als der Wanderweg auf Spurensuche der Ritter und Römer in Sayn. Ein Rundweg mit schattigen Waldwegen und naturnahen Pfaden und über beeindruckende Felsklippen. Ruhige Waldabschnitte wechseln mit sagenhaft schönen Aussichten bis weit ins Rheintal und in die Eifel hinein. Und das stimmt auch so, wobei die Felsklippen eher rar gesäht sind, dennoch.

Gestartet bin ich in Bendorf zwischen der Burg Sayn und der Abtei. Dort befindet sich ein Parkplatz (Navi Brexstrasse in Sayn), der sich als Ausgangspunkt eignet. Der Einstige zum Steig erfolgt direkt hinter der kleinen Fussgängerbrücke, die über den Brexbach führt. Diesen Bach werden wir im Laufe der Wanderung erneut folgen. Er schlängelt sich wunderschön durch das Tal.

   

Bergauf geht es recht steil, über die Bahnschienen und dann durch den Wald auf einfachen Pfaden. Vorbei an Feldern geht es bergauf. Die Route ist gut gekennzeichnet und sehr einfach (auch ohne Navi) zu folgen. Der Weg macht ein paar Windungen und mündet schliesslich auf den Rheinsteig, der von Wiesbaden nach Bonn  führt.

Vorbei an einem Restaurant, dem Meisenhof, in dem man die erste Rast machen kann und sich mit zünftigem Essen stärken kann. Allerdings ist noch einiges zu gehen … Vom Meisenhof geht es zur nächsten Etappe zum ersten Punkt, an dem der Saynsteig auf den Limes trifft. Der  Limes (Grenzwall) stellt die Außengrenze des Römischen Reichs dar, und ist somit ein Relikt aus der Vergangenheit´, welches nur noch an wenigen Stellen sichtbar ist. Der erste Punkt ist ein Aussichtsturm, der Römerturm auf dem Pulverberg, der direkt am Limes steht.

Vom Turm aus geht es leicht bergab, bis es steil in Serbentinen abwärts geht. An einer Wegkreuzung verlassen wir den parallel führenden Rheinsteig und biegen rechts ab ins Tal und laufen oberhalb des Brexbaches parallel den Bahnschienen folgend. Nach ca.: 500-600m geht der Saynsteig scharf nach links ab ins Tal. Dort angekommen folgen wir dem romantische in das Tal eingebetteten Brexbach. Bei Sonnenschein ist das Tal wunderschön und sehr idyllisch. Vorbei an einem Zeltplatz geht es über kleine Brücken über den Bach. Einige Viadukte sehen wir neben dem Wanderweg, denn die Bahnschienen laufen parallel.

Ein Viadukt ist eine Überführung eines Tals oder Baches für Strassen oder Bahnschienen. In der Vergangenheit gab es für den Wassertransport ebenfalls Überleitungen, diese nennt man Aquädukt. In diesem Abschnitt löässt sich prima ein Plätzchen für ein Picknick finden, denn bei Sonnenschein hat man mit den Pflanzen hier ein traumhafte  Lichtspiel.

Nachdem man den Brexbach auf dessen Höhe begleitet hat, geht es steil Bergauf, immer noch parallel zum Brexbach laufend in das Tal, an dessen Ende eine 180 Grad Kurve weiter hoch Richtung Stromberg führt. In Stromberg wandert man kurz durch das Dorf, vorbei am Gemeindehaus bis es wieder runter in das Tal geht. Am Gemeindehaus lässt sich gut Rast machen, denn davor sind Bänke auf denen man sich ausruhen kann.

Bergab geht es auf einem Pfad in das Paralleltal, danach einem breiten Wanderweg weiter, bis links ein weiterer steiler Anstieg kommt, der den Weg wieder hoch auf die Höhe Stromberg führt. Oben angekommen erkennt man die Häuser von Stromberg und man fragt sich warum man gerade diesen Bogen gelaufen ist. Von hier aus geht es durch den Wald, bis man eine Strasse überquert.

Hier ist auch schon der Endspurt, denn ab hier geht ees über einen breiten Waldweg in das Ausgangstal des Brexbaches und man läuft gemütlich bergab bis man zu einem weiteren Aussichtspunkt , der Oskarhöhe kommt. Von hier aus sieht man schon die letzte Etappe in das Brexbachtal hinein und man hat einen wunderschönen Ausblick auf die Abtei. Auf einem schmalen Pfad geht es parallel zum Bach immer abfallender, bis man an der Abtei vorbei die ersten Häuser von Sayn erblickt.

Ein gebührender Abschluss kann in Form eines Abendessens im Lindenhof in der Abteistraße 65 eingenommen werden oder für das Kaffeetrinken am Nachmittag empfiehlt sich das Burgcafé Kleudgen in der Brexstrasse 33.

Daten: Dauer ca.: 4Stunden, Distanz: 17km, Anstieg 535m, Abstieg 522m, höchster Punkt 334m,

Den ersten Trek findet Ihr hier: http://www.movescount.com/de/moves/move145486926
Den zweiten Trek findet Ihr hier: http://www.movescount.com/de/moves/move149636639

Mein kleines Suunto Video zur Wanderung findet Ihr hier : https://youtu.be/shFImH3QC4E

Viel Spaß bei der Wanderung.

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